Sagen wir es einfach so … Der Winter ist nicht unbedingt eine Zeit für Sensibelchen. Das sollte ja allgemein bekannt sein. Insofern ist es sicherlich etwas widersprüchlich wenn ich behaupte, daß “Framework”, das zweite Album der schwedischen Postpunk Band A Projection zumindest meinen musikalischen Himmel erhellen kann.

Selbstverständlich ist es einfach, mal wieder die Vergleiche mit Joy Division aus der Schublade zu holen, was angesichts des häufigen Einsatzes von Bassgitarren, der dunklen Stimme und Songtiteln wie “Transition”  ja auch recht naheliegend ist.

Dennoch ist “Framework” bei genauerem Hinhören durchaus vielseitiger. “Sensible Ends” erinnert durch seinen Aufbau an die frühen Orchestral Manoeuvres In The Dark bevor diese sich der seichten Popmusik hingaben. Die dynamischen “Scattered” und “Next time” bringen einem die Gitarren von A Flock Of Seagulls wieder in Erinnerung. Und manchmal glaubt man auch etwas Gary Numan herauszuhören.
Insofern ist “Framework” ein Album, das trotz der dunklen Grundstimmung fröhlich durch die Geschichte des Postpunk, Wave und Elektro wandert und sich gerade deshalb angenehm von den vielen Veröffentlichungen in diesem Genre abhebt und mich als Kind der 80er mit einem angenehmen Gefühl zurücklässt.

Textlich kann der geneigte Zuhörer natürlich keine Freudenausbrüche erwarten. Ich denke bei Songtiteln wie “Hollow eyes”, “No light” und “Listen to the dark” ist das jetzt auch nicht unbedingt zu erwarten. Und wenn A Projection in der Pressemitteilung anmerken, daß sie “manche Songs unter der Wirkung von extremen Schlafmangel aufnehmen wollten um Gefühle wie Orientierungslosigkeit oder Erschöpfung zu transportieren”, dann ist  Ihnen das durchaus gelungen.

Meine Frau und ich sollten uns demzufolge angesichts unseres Familienzuwachses und der damit verbundenen Schlaflosigkeit eventuell auch überlegen, ein Album aufzunehmen. … Aber ich schweife ab! …

Das Album “Framework” ist am 13.01.2017 via Tapete Records veröffentlicht worden. A Projection werden es im Frühjahr / Sommer auch live in den folgenden Locations in (Nord)-Deutschland vorstellen.

04.02.17
Bielefeld Nr. z. P.
25.04.17
Hamburg Hafenklang
27.04.17
Göttingen Theaterkeller
28.04.17
Osnabrück Kleine Freiheit
29.04.17
Wolfsburg Sauna Club
04.08.17
Herwigshof/Sittensen Oakfield Festival

 

Von der Rolle, werter Leser! …

… Gegenwärtig laufen hier ja noch Diskussionen ob man die Herrschaften von “This Social Coil” aus Aachen ob ihres Bandnamens zur Englisch Nachschulung schicken sollte.
Was allerdings die Musik betrifft, klingen sie doch schon recht ausgereift, sofern man sich mit ihrer Mischung aus Shoegaze, Wave und jeder Menge Hall auseinandersetzen möchte. Denn das machen sie schon ziemlich gut. Vom Shoegaze haben sie dieses “aus der Ferne erklingt eine Gitarre” übernommen, während der Gesang durchaus etwas wavelastiges besitzt.
Insofern passt das Anfang Januar auf Bandcamp veröffentlichte Album “Pictures” auch ganz hervorragend zur gegenwärtigen kalten Jahreszeit und ist mein Tipp für das Wochenende an dem Sie ja sowieso nur vor dem heimeligen Kaminfeuer herumsitzen. …

Der Player unterhalb verweist auf die Tracks bei Bandcamp wo Sie natürlich auch das komplette Album digital erstehen können.

 

Ab und an finden sich in meinem Email Postfach wunderbare Links zu neuen Songs und so möchte ich ihnen den nachfolgenden Song nicht vorenthalten, der sich hervorragend eignet um angenehm ins Wochenende zu cruisen.

Es handelt sich um den Song “Corner” der Band Vague aus Wien.

Abgesehen von der momentanen Hysterie um Bands wie Wanda und Bilderbuch, kommen aus Österreich wirklich gute Bands, die die Leser dieser kleinen Lieblingsseite in Verzückung versetzen könnten. Vague gehören definitiv dazu!
Nachdem sie erst in diesem Jahr ihr Album “In the meantime” veröffentlicht haben, beglücken sie uns kurz vor Weihnachten wiederum mit einem neuen Song, der qualitativ äusserst gelungen ist.

“Corners” ist ein Lied,  getragen von einer mellow Atmosphäre,  das seinerzeit wunderbar zu den Veröffentlichungen von Sarah Records gepasst hätte. Der Song ist anfangs unaufdringlich schön und rutscht unvermittelt aus der Wohlfühlphase in Sequenzen, die den Zuhörer durch gezielte Akkorde aus seinen Träumereien herausholen um ihn dann gegen Ende wieder genau darin versinken zu lassen. Es ist abwechslungsreich und klingt gegen Ende sperrig, aber man fühlt sich niemals belästigt.

Twee Pop eben in einer Qualität, die man schon sehr lange nicht mehr hören durfte. Abwechslungsreich und niemals langweilig und definitiv ein weiterer Grund, über die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage in das 2016 veröffentlichte Album “In the meantime” reinzuhören.

 

Play at home, werter Leser …

… ist gerade ist bei mir in der Linkliste aufgetaucht und natürlich möchte ich Ihnen das Kleinod nicht vorenthalten:
Die von mir immer noch hochverehrten New Order, aus der Zeit als wir alle noch nicht mit Übergewicht und den typischen Alterserscheinungen zu kämpfen hatten, mit einen zugegeben etwas abgefahrenen Film: “Play at Home”.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende mit dem nachfolgend verlinkten Filmchen … und halten Sie die Ohren einfach mal etwas lockerer.

 

 Page 1 of 192  1  2  3  4  5 » ...  Last »