Author Archive

… Genug im tristen Herbst getrauert! Jetzt bringen wir mal etwas Stimmung in die Bude mit einem Knaller, der Sie jeden Samstag immer wieder auf die Tanzfläche holt.

Nein, ich spreche nicht von “I will survive!”, sondern von dem Knallerhit “You’re the one that I want”, den Sie sicherlich noch in der Version der beiden Postpunk-Größen Olivia Newton John und John Travolta kennen.

Dass es auch anders geht, beweist ein gewisser Matthew Hemerlein a.k.a. Lo-Fang aus Columbia, Maryland. Er hat dem Song einen fröhlichen Touch mitgegeben und feiert nun mit uns partymässig auf dem Dancefloor! Das Alles erinnert etwas an den wunderbaren Finn, der ja vor ein, zwei Jahren ein ähnliches Spektakel an Coversongs auf seinem Album “I wish, I was someone else” abgeliefert hat.

Mir ist nicht bekannt, inwieweit Lo-Fang dieses Werk gekannt hat. Was er aber sicherlich kennt, sind die Künstler, die schon seit Jahrzehnten auf dem Label 4AD veröffentlicht werden. Und so wundert es auch nicht groß, dass man plötzlich die Einflüsse ganz wunderbarer Projekte wie z.B. “This Mortal Coil” heraushört. Und plötzlich ergibt das alles einen Sinn!

Der nachfolgende Song ist Teil seines Album “Blue film”, das ja bereits Anfang des Jahres veröffentlicht wurde. Nun finden wir den Song auch im Rahmen der Werbekampagne für ein Duftwässerchen wieder. Wenn wir das aber ganz einfach ausblenden und uns nur auf die Interpretation des Stückes einlassen, dann finden wir den Song aber eigentlich ganz dufte! Wetten!

Man muss nicht Simon Reynolds Buch “Rip it up and start again” gelesen haben um die Nähe zwischen Krautock und Postpunk zu erkennen.

Zwischen Bands wie Neu, Tangerine Dream und Malaria und Cabaret Voltaire ist es wirklich nur ein kleiner musikalischer Sprung. Was liegt dann näher als dass Jahrzehnte später sich Musiker aus den beiden verwandten Musikrichtungen immer wieder zu Kooperationen zusammenfinden.
Gudrun Gut, ihres Zeichens ehemaliges Mitglied der Band Malaria, Gründerin des Ocean Club, und quasi Hanna Dampf in allen musikalischen Gassen mit ihrem Label “Monika Enterprise” und Jochen Irmler, Keyboarder der Krautrock Band Faust, Teil des Projektes B.I.L.L. (u.a mit Jaki Liebezeit) und Betreiber des gleichnamigen Faust-Studios irgendwo zwischen Alb und Bodensee, veröffentlichen heute unter dem naheliegenden Namen Gut und Irmler ihr Album “500M”.

Beide haben sich ursprünglich auf dem von Irmler kuratierten Klangbad Festival kennengelernt. Im Verlauf dieses Festivals soll Irmler Gudrun Hut gefragt haben, ob sie nicht Interesse hätte mit ihm ein Album aufzunehmen und seine Orgelimprovisationen mit ihrer Perkussion und ihren Vokalparts zu komplettieren.

Infolgedessen entstand besagtes Album dann durch Arbeitsteilung in unterschiedlichen Sessions. Zuerst nahm Irmler seine Klangsessions in seinem Faust Studio auf, die anfangs nur marginal durch Guts grobe Strukuren und Vocals ergänzt wurden. Im Anschluss dekonstruierte Gut in ihrem Studio die Songs und setzte sie wieder zusammen. Rip it up and start again eben. Herausgekommen ist dabei  dann das besagte Album 500M (veröffentlicht auf Bureau B), von dem Sie sich einen ersten Eindruck anhand des nachfolgenden Songs “Mandarine” verschaffen können. Entspannt und etwas 90ies Style, aber wirklich nicht schlecht!

 

… Mea culpa, aber Sie wissen ja, die Kollegen sind im Urlaub, man arbeitet von früh bis spät und die werten Praktikanten sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Sowohl im eigentlichen Beruf als auch hier auf postpunk.de. Nun denn, also wieder einmal nur ein kurzes Update und dieses Mal mit einer Sängerin aus Holland, Sharon Kovacs, die sich selber der Einfachheit halber nur “Kovacs” nennt.

Der Song “My Love” ist jetzt in der Tat nicht wirklich Postpunk, aber die Stimme finde ich doch sehr tief und sehr beeindruckend und so dachte ich mir, dass ich Ihnen das einmal vorstelle bevor das wieder an Ihnen (und mir) vorbei geht.

Damit hätte ich also meine Schuldigkeit getan und Sie können jetzt wieder am Teutonengrill in Ihren Liegestuhl sinken und dem Laster frönen.

 

… Zum Ausklang des Wochenendes ein kleiner Ausschnitt aus einer TV-Reportage in der man versuchte über das Lebensgefühl einer Generation, natürlich völlig neutral, zu berichten. Für den werten Leser bedeutet das aber zumindest, dass er schöne und seltene Aufnahmen aus dem Ratinger Hof in Düsseldorf sehen kann! Ganz zum Ende mit einer meiner Lieblingsbands aus dieser Zeit: Nichts!

Die Punks sind überhaupt die, die alles abrasiert haben und diese Sioux Frisur tragen! … In diesem Sinne: No Future!

 Page 1 of 180  1  2  3  4  5 » ...  Last »