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Den Ein oder Anderen mag es wundern, dass die wunderbare, kleine Lieblingsseite mittlerweile so wenig Aktualisierungen zu bieten hat und ich selber habe auch … manchmal … ein schlechtes Gewissen dabei.

Was gibt es im Großen und Ganzen dazu zu sagen? Unser Leben ändert sich irgendwann und ich habe postpunk.de eigentlich immer als mein persönliches Hobby betrachtet, ohne große Gewinnabsichten oder dem ansonsten bei Musikblogs meines Erachtens weit verbreiteten Streben nach Exklusivität.

Vor allem ist es mir wichtig, dass ich mittlerweile … anders als zu früheren Zeiten … eigentlich nur noch Musik, Bücher, Filme, Fußballspiele und Kaubonbons empfehle, die ich wirklich gut finde.

Insofern haben Sie auch keine Rezension zum Buch von Andreas Dorau hier gefunden, obwohl die freundlichen Damen und Herren vom Verlag mich damit bemustert haben. Des Weiteren gab es auch keine Empfehlung oder einen Verriss zum letzten Monochrome Set Album oder um aktieller zu bleiben zum letzten Album der Band Daughter. Alles wurde irgendwann von irgendwem, irgendwie einem Publikum zugeordnet, dass was mit Postpunk zu tun haben könnte.

Alle vorher genannten Produkte finde ich jetzt nicht wirklich schlimm, aber auch nicht wirklich relevant. Was ich wirklich relevant finde momentan, sind für mich wesentliche familiäre Veränderungen auf die ich mich gegenwärtig voll und ganz konzentrieren möchte.

Das bedeutet nicht, dass mein Interesse an diesem Blog und an Musik im Allgemeinen vollständig erloschen ist. Es gab im letzten halben Jahr wirklich tolle Alben z.B. vom Bürgermeister der Nacht, einem Projekt, das von der Spex völlig zu Unrecht nicht so positiv bewertet wurde, wie es das eventuell verdient hätte. Es gibt auch ein tolles Album  von Isolation Berlin, das hier leider, leider nicht positiv erwähnt wurde, obwohl es das definitiv verdient gehabt hätte und es gibt nun auch wieder ein Album, das nichts mit den düsteren Postpunk Sounds zu tun hat, die Sie hier vielleicht an dieser Stelle erwarten würden.

Dennis Young war einst Keyboarder der Band “Liquid Liquid”, die ich für mehrere Jahrzehnte aus meinen Erinnerungen verdrängt hatte. Eben dieser Dennis Young hat ein neues Album veröffentlicht. Neu ist daran insofern, dass es eine Kompilation seiner Werke aus den Jahren 1984 bis 1988 ist. Insofern heisst das Album sinnigerweise auch: “Dennis Young – “W A V E / Electronic Music 1984–1988”. Interessant ist das Album vor allem unter dem Aspekt, dass die Musik eben aus den 80ern stammt und für diese Zeit wirklich innovativ war. Auch wenn mich der ein oder andere Track an das damals von mir rauf und runter gehörte Album QE2 von Mike Oldfield erinnert.  … Ich hatte ja schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt, dass der Coolness Faktor im Alter von 14-15 Jahren bei mir doch eher so mittel war. Nichtsdestotrotz, werter Leser, denke ich, dass das Album durchaus hörenswert ist, aber eben immer unter dem Aspekt, dass er Vorreiter für eine Bewegung war, die sich irgendwann später Techno / Ambient nannte. Bestes Beispiel ist hier der Song “Interference”, der eigentlich nichts anderes ist als das was Aphex Twin ein paar Jahre später  machte. Auch wenn dem Album die Zerrissenheit eines Aphex Twin fehlt, so ist es durchaus ein logischer Zwischenschritt zwischen Tangerine Dream und der Ambient Bewegung der frühen 90er und somit durchaus empfehlenswert für  die vorher genannte Zielgruppe.

Das Album “Dennis Young – “W A V E / Electronic Music 1984–1988” wird auf Bureau B am 22.04.2016 veröffentlicht. Wenn Sie auf elektronische Musik stehen, so sollten Sie einen Kauf in Erwägung ziehen.

Wenn Ihnen Liquid Liquid bisher noch nichts gesagt hat, so sollten Sie sich den nachfolgenden Song anhören. Definitiv Postpunk und definitiv sehr gut! … Naja und definitiv der Song zum White Lines Sample von Gradmaster Flash.

 

Es ist egal, aber … werter Leser …

es muß erwähnt werden, dass die wahre Meisterleistung beim Bowie Tribute Concert nicht von Michael Stipe kam, sondern von den Flaming Lips. Überzeugen Sie sich doch einfach selbst!

Danke für unzählige tolle Alben!

Es ist ein sehr trauriger Tag für die Popmusik! Dein Konzert war einer der größten Momente in meinem Leben als Musikliebhaber! Mehr gibt es heute nicht mehr zu sagen!

gehören definitiv Element of Crime. Das allererste Album erstand ich seinerzeit im 2nd Hand Plattenladen der schwäbischen “Großstadt” (ich unterdrücke gerade ein Lachen), die ich damals meine Heimatstadt nennen durfte und entsprach damals schon ganz und gar nicht meinem damaligen Musikgeschmack. Als Schwabe kauft man sowas natürlich, weil es günstig ist und weil es einem ja auch mal gefallen könnte, wenn man sich denn nur Mühe gibt und man sich erst einmal reingehört hat. So hat das durchaus bei einigen Bands (z.B. Au Pairs – Sense & Sensuality) funktioniert, bei denen ich mich heute noch abfeiere, weil ich seinerzeit im Alter von 13 Jahren schon so weitsichtig war, das Album zu erstehen.
Kleine Anmerkung meinerseits: Es gibt weitaus mehr Alben von Bands in meinem Besitz, die heute zurecht in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind als von Bands, die ich auch heute noch als Meilenstein bezeichnen würde. Diese Weitsicht zieht sich übrigens schon durch mein ganzes musikalisches Leben, weswegen ich in den 90ern auch sehr viele Vinyl-Alben verkaufte, da ich sie mir auf  CD angeschafft hatte. Eben diese Alben suche ich heute wieder auf Ebay, während ich auf den CDs sitzen bleibe.

Egal …  genug geklagt! Ich war damals jedenfalls ab und zu schon weitsichtig und wusste was mir (und Ihnen) heute im Jahr 2016 gefallen wird. … (Post)Punkt! …
Bei Element of Crime war das aber eigentlich damals wie heute Fehlanzeige. Wobei ich behaupten möchte, daß ich mittlerweile durchaus etwas Altersmilde besitze und nicht mehr ganz so rigoros reagiere, wenn ein Song von Element of Crime gespielt wird. Andererseits singe ich auch heute im Auto bei Liedern  der Münchener Freiheit mit (“Tausend mal ich, tausend mal Du!”).

Was mir in den 90ern und 00ern so richtig auf den Senkel ging, war aber dieses völlig unreflektierte Abfeiern von Element of Crime Veröffentlichungen / Konzerten. Letztendlich führte das sicherlich zu einer extremen Abwehrhaltung, die Element of Crime eventuell nicht verdient hatten. Ein Verhalten, das ich seinerzeit aber auch gegenüber leidenschaftlichen Verehrern von The Pop Group, Public Enemy und seltsamerweise Wild Billy Childish an den Tag legte. Und natürlich gegenüber Fans von Morrissey, der aber bei mir sowieso verschissen hat, seit ich live in Concert erlebt habe, wie arrogant er die Huldigungen und Blumen seiner Jünger entgegen nahm.

Aber zurück zu Element of Crime: Als Mensch, der überwiegend von daheim arbeitet, höre ich nicht so häufig Podcasts, wie Menschen, die häufig im Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Insofern beschränkt sich mein Podcast Konsum größtenteils auf zwei Sendungen: Einerseits das überall bekannte “Sanft und Sorgfältig” mit Olli und Janni, andererseits die “Hörbar Rust” mit Bettina Rust. Beide Sendungen werden auf Radio Eins ausgestrahlt und gerade die Hörbar überrascht einen doch immer wieder, weil Bettina Rust ihren Gästen zurückhaltend, kluge Fragen stellen kann. Kürzlich stellte sie diese Fragen Sven Regener, dem allseits bekannten Sänger von Element of Crime und ich fühlte mich so wunderbar unterhalten, dass ich mich genötigt fühlte, zumindest ein Greatest Hits Album von ihnen anzuhören. Und was soll ich sagen: Ich habe meinen Frieden mit der Band gemacht. Auch wenn ich immer noch behaupte, dass Zatopek damals weitaus cooler waren.

Jedenfalls möchte ich Ihnen jetzt einmal das wunderbare Interview von Bettin Rust mit Sven Regener ans Herz legen, das Sie als Podcast über die Hörbar Rust Seite abrufen können und Ihnen gleichzeitig auch noch mitteilen, dass ich das im Interview angesprochene Andreas Dorau Buch jetzt nicht so prickelnd fand.  Ich werde dennoch darüber nachdenken und wahrscheinlich im Jahr 2036 eine Buchempfehlung zum Buch “Ärger mit der Unsterblichkeit” von Andreas Dorau / Sven Regener aussprechen.

Dieses Posting kommt übrigens komplett ohne Video-Verlinkung aus. Ich hoffe, dass Sie damit klar kommen. Den Indie Rocker Sven Regener wird das jedenfalls freuen!

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