Cdprojekt2008 Archives

… so kennen Sie den kleinen Trend-Blog! Na? Schon gehört?

About a boy gelesen?

“Schnubbeldischnubbeldidab-Special! Schnubbeldidubbeldidab – This year” Los! Sie wollen es doch auch!

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=hZhoF9Isf0o[/flash]

Man sollte wirklich nicht auf jeden Scheiss klicken!!!

“Tell me Baby! Do you recognize me?”

Weder aus Mangel an Content, werter Leser, …

… noch aus niederen männlichen Beweggründen, sondern aus purer Freude am Song, präsentiere ich Ihnen heute das Lieblingslied der Woche, zu dem sich der Postpunk regelmäßig den Musikantenknochen an der Tür anhaut, die Finger am Ofen verbrennt und das Notebook vom Tisch semmelt.

Zwar schon etwas älter, aber äusserst nett, die junge Dame aus Sweeeeden: Lykke Li und A little bit.

Und jetzt alle: “Düdelüdelüddüd- Auuuu!”

Und singt sie bei 1:51 nicht “I’ll do it, versprochen!”?

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=mUC0ezAlHwE[/flash]

Der elegante Rest, werter Leser, …

… wurde kürzlich bei den 49 Sonnen angesprochen. Und da ich heute abend in der Laune bin, mir unbekannte Musik anzuhören und ich auch schon lange nichts mehr in Richtung des CD-Projektes und der Trashzension gemacht habe, dachte ich mir, schreib doch auch mal was darüber. Vielleicht sind sie ja gut! Schließlich kann man sich das Produkt ja auch auf Last.fm anhören. Und zwar in voller Länge! Und sogar in akzeptabler Qualität herunterladen (ich neigte kurzfristig zum Begriff “downloaden” )

Und für mich nicht unwesentlich: Der elegante Rest ist eine Band aus Leipzig und sie machen deutschsprachige Texte. Und da habe ich ja ein Faible für!  Und so gestatte ich  mir jetzt einfach einmal einen Liveticker zu Der elegante Rest und ihrem Album Warten auf das Ende der Welt zu machen . Natürlich immer in der Hoffnung, daß der Trackback irgendwo dort auftaucht wo man das Album, bei Gefallen, eventuell gewinnen könnte! 😉

Vielleicht sind der elegante Rest ja sogar Postpunk? Noch weiß man das ja nicht!

Fangen wir an:

Lied 1 – Warten auf das Ende der Welt: Gitarre schrammelt … “Keine Musik mehr” … “Sao Paulo” …! Musikalisch fehlt mir da momentan etwas das eingängige Element. Die Melodie ist o.k.! Etwas bluesig! Ganz am Ende nimmt das Lied etwas Speed auf und wird merklich besser. Leider etwas zu spät! Für ein Stück am Anfang der CD definitiv zu tränig!

Lied 2 – Es war nur ein Kuss: Chorgesang? Prinzen? Halt! Glück gehabt! Etwas Chanson! Schon eher etwas für mich. Nette Orgel, gefällt mir! Relaxed! Vielleicht den Prinzenchor am Anfang weglassen? “Red kein Quatsch, Du hast doch keine Ahnung von Musik” O.k., dann halt das nächste Stück.

Lied 3 – Kreisverkehr: 70er Klampfen am Anfang  – und auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache -  … Ostrock! … Puhdys! Muss ja nicht unbedingt schlecht sein wenn es denn gefällt. Mir allerdings nicht! … Los, beim nächsten Stück aber mal jetzt etwas rocken!

Lied 4 – Der Teufel kam von nebenan: Akustikgitarren und “die Blumen stehen in Blüte”. Also noch etwas ruhiger. Und das nicht schlecht! Die Reime sollten noch einmal überdacht werden, aber dennoch bisher das beste Stück auf der CD. Die Melancholie des Stückes passt zum Gesang. Element of crime?

Lied 5 – Energieverschwendung: Blöder Titel! 70er? Ganz am Anfang dachte ich, daß es groovy werden würde. So Sterne-mäßig. Immer noch die nette Orgel dabei! Dem Sänger würde ich gerne mal einen Tritt geben! Hey! Groove! Die Stimme passt doch! Mann! Gib doch einmal im Leben etwas Gas!

Lied 6 – Der rote Salon: Halbzeit! Jetzt müssen die Jungs aber wirklich noch etwas Gas geben! Machen sie auch! Gitarren! Bremse rein! Es wird gesungen! “Du bist ein Schurke!” Ist o.k., aber leider erwarte ich heute etwas mehr Charisma! Manche Harmonien gefallen mir wirklich gut, aber irgendwie klingt das immer etwas nach Hildegard Knef mit Placebo Gitarren!

Lied 7 – Ãœbungsgelände: Bisher das beste Stück. Abwechslungsreich, sogar die Clawfinger Gitarren gefallen. Textlich habe ich manchmal das Gefühl, daß mir Fragmente um die Ohren gehauen werden und nicht ganz zuende gedacht wird. Aber ich muss das ja auch nicht alles verstehen. Dennoch das Lied gefällt mir! Da passt es! Und der Schluss kling nach einer Tatort-Melodie!

Lied 8 – Alles schwimmt: Gefällt! Schlagzeug klingt gut! Nette Abwechslung zwischen Ruhe und Dynamik! Gute Melodie und endlich einmal das Gefühl, daß die Puhdys nicht mehr die Väter des Liedguts sind. Mit 3 Minuten dann doch fast zu kurz! Alles wird gut?

Lied 9 – Bist du wirklich meine Geliebte?: Neil Young?  Anfang rockt! Und wieder fehlt etwas! Ein guter Refrain! Eine Hookline! Etwas Leidenschaft! Und ausserdem ist das jetzt echt blöd abgemischt! Definitiv zuviel des Guten! Auch wenn das Lied am Ende, zumindest musikalisch, besser wird! Der Reim: “Scheues Reh – Silbersee” wird wohl eher keinen Einzug in die Herzen der Hörer finden. Schade eigentlich! Hätte man was daraus machen können.

Lied 10 – Kompliziert: Hat er jetzt wirklich “Dandy” gesungen? Ich tanze jetzt Walzer! Und dennoch: Irgendwas fehlt immer! Wenn der Refrain o.k. ist, dann haut das mit der Strophe nicht hin! Egal, Walzer ist nett und deshalb ist der Reim “Mensch – kennst” auch noch zu ertragen. Falsch! Man kann es schon anhören und der Stil passt zum Gesang!

Lied 11- Zwei Spinner: Das letzte Lied! Ich betrachte das neutral! Bass! Musikalisch bisher o.k.! Gesanglich auch! Aber was soll dieser komische Hall? “Taaaanz!” Dennoch, ich wiederhole mich: Musikalisch kann das gefallen! Das Arrangement ist stimmungsvoll und wirklich gut gemacht!

Fazit: Ich habe keine Ahnung seit wann die Band schon zusammen ist, aber wenn man sein Werk einer breiteren Öffentlichkeit zur Schau stellt, muß man auch Kritik vertragen können: Handwerklich ist das Ding recht ordentlich. Musikalisch in Ordnung, aber nicht weltbewegend! Textlich leider grottenschlecht! Das fällt weniger auf wenn man englisch singt. Dann kann man sich auf den Gesang konzentrieren, der wirklich o.k. ist, wenn auch manchmal viel zuwenig Enthusiasmus und Leidenschaft verbreitet wird.
Die angesprochenen Element of Crime machen das ähnlich, haben aber textlich einfach mehr zu bieten.

Ansonsten wo würde ich die Band einordnen?  Mit sehr viel Wohlwollen: Musikalisch irgendwo zwischen Element of Crime, Poems for Laila und M. walking on the water! Anajo oder gar die fantastischen Geschmeido kann ich leider nicht erkennen.

Alles in allem: Ist o.k., aber kaufen würde ich mir das Ding aufgrund mangelnder Leidenschaft wirklich nicht! In letzter Zeit gibt es eigentlich sehr viele gute deutsche Bands und für den eleganten Rest bedeutet das letztendlich: Es reicht halt einfach nicht!

Weiter im CD Projekt 2008, werter Leser, …

… das sich ja bekanntermaßen mit der Aufarbeitung von CDs beschäftigt, die sich in den letzten Monaten auf unerklärliche Weise in Mein CD-Regal geschlichen haben. Dies muss natürlich nicht zwangsweise bedeuten, daß diese CDs taufrisch sind. Tierheime nehmen ja auch alte Tiere auf!

Von Lloyd Cole war ich ja am Anfang seiner Karriere nicht so richtig beeindruckt. Ich empfand ihn als unglaublichen Langeweiler. Erst sein Album Antidepressant brachte mich dazu, mich mal wieder etwas eingehender mit ihm zu beschäftigen. So habe ich nun also kürzlich sein Album Plastic wood erstanden und war erst einmal überrascht, daß es sich hier nur um Instrumentalstücke handelte. Aber das macht ja eigentlich nichts.
Bei Plastic wood aus dem Jahre 2001 handelt es sich im weitesten Sinne um ein Ambient Album mit sehr viel Elektronik. Kurze Stückchen, die für die alltäglichen Yoga-Ãœbungen bestens geeignet sind. Dann und wann wurde ich den Eindruck nicht los, daß Herr Cole zu der Zeit als er die Stücke komponierte, kurz zuvor stolzer Besitzer eines Apple Notebooks wurde und sich wie so viele dieser anstrengenden Laptop-Jungs dazu berufen fühlte, mit obskuren Programmen seltsame Musik zu machen.
Nichtsdestotrotz stört das Album nicht! Da passt es ja wunderbar in die Reihe der sonstigen Lloyd Cole Alben vor Antidepressant. Es ist langweilig! Wer ihn aber entdecken möchte, dem sei das besagte Antidepressant ans Herz gelegt. Den Plastikbaum stellen wir mal ins CD-Regal und denken hoffentlich daran, wenn wir Musik zum Videofilme untermalen benötigen. Also dann ist die CD vielleicht doch nicht so richtig gut! Vor allem wenn er dann gegen Ende mit dem Kopf auf der Tastatur einschläft.

Weiter! Nächste CD, Party people! Turin Brakes mit JackInABox aus dem Jahr 2005. Die Turin Brakes waren ja einnmal Teil einer dieser Neo-Folk-Wellen, die vierteljährlich auftauchen. Diese Folkphase scheinen sie jetzt wohl einigermaßen unbeschadet hinter sich gelassen zu haben. Während das erste Stück noch recht countrymäßig daherkommt, rockt Red Moon schon richtig ab und das gefällt. Sicherlich werden sie wohl nie als Headliner beim Wacken Open Air auftreten und die Akustikgitarren sind auch immer noch im Vordergrund, aber ganz so ruhig klingen sie nicht mehr. Die Melodien sind auch recht eingängig und wer die Stimme mag, dem gefällt dieser Countryrock.
Zugegeben, streckenweise hört man da auch etwas die Walkabouts heraus. Doch wen es nicht so richtig stört, daß textlich solch weltbewegenden Zeilen wie Love isn’t always easy! rüberkommen, für den ist es ein durchaus angenehmes melodisches Album. Wenn mir dann noch jemand vielleicht einmal den Sinn und Zweck der Hidden tracks erklären könnte?

Auf zur nächsten CD! Jetzt endlich Postpunk … oder so! Scritti Politti und deren CD Early liegen im Laufwerk. Auf dem Aufkleber in der Hülle steht irgendwas mit “Jazz Product”. Ich bin überrascht und gespannt! O.k! Da hat mal wieder jemand nicht aufgepasst. Kein Jazz sondern wirklich Postpunk. Auf jeden Fall etwas das mit Po…. anfängt.  Green Garthside, ehedem überzeugter Marxist und musikalischer Kopf von Scritti Politti versteht ja seine Musikstücke als “unstrukturiert” und hofft, daß man sie “wenigstens etwas interessant findet”.  Ich empfinde die Stücke als etwas unruhig und vermeintlich unstrukturiert und in dieser Hinsicht ist die frühe Phase Scritti Polittis dann z.B. auch teilweise mit einigen Bands vergleichbar die man auf dem leider verblichenen Hausmusik Label plus Anhang finden konnte. Wobei Scritti Politti natürlich viel früher war.
Ich weiß, daß sich hier relativ wenige Menschen für den ursprünglichen Postpunk interessieren, aber das Interview von Simon Reynolds mit Green von Scritti Politti ist schon relativ vielsagend. Zumindest um Ihnen den textlichen Inhalt und die Band und Vorgehensweise etwas näher zu bringen.

Um es kurz zu fassen: Die auf dieser CD veröffentlichten Stücke sind so eine Art frühe “Greatest Hits”! Die Harmonien bei dieser CD müssen entdeckt werden. Die Band war musikalisch natürlich ganz und gar nicht so schlecht wie sie sich selbst dargestellt haben. Ihre Musik hatte wirklich richtig tolle Rhythmen und man kann sehr viele interessante Einflüsse bei ihnen erkennnen. Reggae, Dub, Disco, Funk und natürlich auch Punk. Eine Mischung, die letztlich auch Postpunk ausmachte und letztendlich auch gute Popmusik! Da wäre dann mein Po…!
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Sie sich für Postpunk interessieren möchten, dann kaufen Sie sich doch mal dieses Album und teilen mir mal Ihre Meinung mit.  Und lassen Sie Interpol links liegen! …  Mittlerweile muss ich sagen: Das ist eine großartige CD!

Kann man das noch toppen? In meinem CD-Spieler liegt nun die CD von Frank Sinatra September of my years, die ich für weniger als einen Dollar erstanden habe. Postpunk ist das nicht wirklich! Aber hören wir mal rein! Hmm, das scheint wohl eher so eine Midlife Crisis CD zu sein. Silver in my hair, etc. How old am I, trallala, die Cd springt! Mist! Also eher so die amerikanische Version von Camillo Felgens Version von Ich habe Ehrfurcht vor schneeweissem Haar. Old heart,young enough, etc.! Nöö, heute nicht mehr. Nichts gegen Herrn Sinatra, aber diese CD ist wohl eher für Herrschaften, denen das Leben nichts mehr zu geben hat. Himmel, welcher der geneigten Leser möchte denn gerne diese CD haben? Schnell raus damit! Grässliche Zusammenstellung! Aber für den ersten Kommentator geschenkt!

Dann bleibt also nur noch das Rätsel, das immer noch niemand gelöst hat: Welchen Künstler und welches Lied suche ich, wenn ich nach der Schnittmenge aus dem Sänger des Lieblingslieds eines moderierenden Gärtners der 60er Jahre und  einem Menschen suche, der zum Teil etwas mit dem männlichen Protagonisten von Fawlty Towers gemein hat.

Unf für die Beantwortung dieser Frage gibt es dann wirklich einen tollen Preis!

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