Philanthrop Archives

Service? Mehr als Teller, werter Leser! …

… Sie haben richtig geraten! Es ist nicht das Service im Schrank gemeint, sondern das was man normalerweise als Kunde bekommt, wenn man sich erdreistet ein Produkt käuflich zu erstehen. Um was geht es eigentlich? Als bekennender Fußball-Fan einer, zugegeben im hinteren Tabellendrittel dümpelnden, Fußballmannschaft, offenbaren sich bei mir gelegentlich masochistische Züge und ich möchte diese Spiele gerne dann und wann mitverfolgen. Zu diesem Zweck legte ich mir kürzlich ein Premiere Testabo zu. Dieses Testabo ist nicht ganz so günstig und so erdreistete ich mich die Hotline des Bezahlsenders anzurufen nachdem ich trotz zweier Versuche immer noch kein Bild auf meinen Receiver bekam.

Noch zu erwähnen wäre, daß meine DBox aus Performancegründen als OS Linux besitzt. Dies stieß bei dem Herren von der Premiere Hotline sofort auf Ablehnung. Dies sei zwar nicht verboten, aber Premiere unterstütze dies auch nicht. Von daher sehe er unser Gespräch jetzt als beendet an. Auf mein Insistieren, daß ich aber ansonsten das Abo kündigen würde, ermahnte er mich, daß das nicht ginge und ich mir eine geeignete Box anzuschaffen hätte. Ich fühlte mich auf den Kopf gestellt. Es ging noch weiter: Als Kunde hätte ich die Verpflichtung (?) mir geeignete Hardware anzuschaffen. Ich entgegnete, daß ich als Kunde erst einmal nur die Verpflichtung hätte, mein Abo zu bezahlen und sonst nix. Für das Zahlen war er auch, ansonsten wären sie aber nun ihren Verpflichtungen nachgekommen und müssten nun nichts mehr machen, da sie bereits zweimal vergeblich versucht hätten, die Karte freizuschalten und dies würde ja nun auch eine Mehrbeansprachung ihres Satellitensenders bedeuten. Ich war zugegeben etwas sprachlos und versuchte das Gespräch noch etwas zu entspannen, indem ich ihm vorschlug, ein anderes (aktuelleres?) Linux-Derivat zu installieren. Dann könne man ja noch einmal die Freischaltung veranlassen. Hier stellte sich der Arsch von der Helpline quer und verweigerte eine zukünftige Freischaltung. Natürlich wiederum mit Hinweis auf die Auslastung des Satelliten. Meinen dezenten Hinweis, daß es sich nicht um sämtliche Fernseher meines kleinen beschaulichen Heimatortes handele sondern nur um meinen kleinen privaten Empfänger, überhörte er geflissentlich.

Als Zen-Postpunk bedankte ich mich artig für das informative und hilfreiche Gespräch und legte freundlich grüßend auf. Daraufhin beschimpfte ich ihn und seine Scheissfirma für ihren freundlichen Kundensupport aufs Ãœbelste. Möge dieser Kackladen bitte endlich komplett Pleite gehen.

Womit wir auch beim nächsten Erlebnis wären. Der Postpunk befindet sich in der Stuttgarter Innenstadt und plant einen DSL-Vertrag abzuschließen, der es ihm ermöglicht, mit diesen hübschen kleinen Sticks überall in ganz Deutschland online zu gehen. Da er zuhause mit T-Online ganz gute Erfahrungen gemacht hat, betritt er ein Geschäft nahe des Stuttgarter Hauptbahnhofs über dessen Eingang ein riesiges beleuchtetes “T” die triste Stuttgarter Fußgängerzone erhellt. Folgendes Gespräch läuft nun ab: “P” steht für Postpunk.  “V “steht für kleine bauernschlaue Verkäuferin.

P. betritt die Bühne. Eine Verkäuferin stürzt dienstbeflissen auf ihn zu.

P: Guten Tag, ich interessiere mich für diese DSL-Flatrate, die es mir ermöglicht, mit einem Stick fürs Notebook in ganz Deutschland zu surfen.

V: Ja, da haben wir dieses … Angebot. Es kostet monatlich 40 Euro und Sie bekommen dafür ein Notebook und einen Stick für 1 Euro.

P: Hmmm, Notebook habe ich ja eigentlich. Haben Sie da kein anderes Angebot, wenn ich das nicht benötige?

V: Achso, doch wenn sie das Notebook nicht benötigen, dann brauchen Sie das ja nicht zu nehmen und Sie können dann den Stick für 4,95 Euro regulär kaufen.

P: (am Verstand der Verkäuferin zweifelnd) Also der Preis beträgt dann immer noch 40 Euro. Aber die Zuzahlung für den Stick erhöht sich um 3,95 Euro wenn ich das Notebook nicht nehme?

V: Ja

P: Ist ja aber nicht so richtig logisch, oder?

V: (unbeirrt) Stimmt, aber das ist unser Angebot!

P. verlässt die Bühne

Wenn innerhalb zweier Tage, mich zwei verschiedene Menschen für einen kompletten Vollidioten halten, dann sollte ich mein freundliches Auftreten noch einmal überdenken und vielleicht die werten Herrschaften gleich von Anfang an anschnauzen, oder?

Verbindlichst! Ihr Horst Postpunk

Die momentane Faulheit, werter Leser, …

… ist keine wirkliche Faulheit. Die Tatsache, daß neue Beiträge hier derzeit eher unregelmäßig veröffentlicht werden, hängt natürlich auch mit der momentanen Auslastung des Postpunks zusammen. Was soll man denn auch schreiben. Herr Reich-Ranicki hat wieder einmal alles über den Zustand des deutschen Fernsehens gesagt. Herr Gottschalk und die ausstrahlenden Sender dürfen sich die Hände reiben und die über die Verleihung des deutschen Fernsehpreises berichtenden Medien nicken heftig mit dem Kopf und klatschen lauthals Beifall wenn sie die Äusserungen von Gottschalks neuem Duz-Bruder wiedergeben. … Um kurz darauf wieder zum Business-as-usual überzugehen und lobend über neue schwachsinnige Shows im deutschen Fernsehen zu berichten.

Also was war denn so großartig am Auftritt von Reich-Ranicki? Meine Arbeitskollegen erzählen mir schließlich das was Marcel Reich Ranicki gestern von sich gegeben hat täglich. Und die bekommen – Gott sei gepriesen – auch keine Fernsehsendungen. Trotz dieser revolutionären Äusserung:

“Das Fernsehprogramm war gestern mal wieder scheisse.”

Ich schaue ja schon seit geraumer Zeit kein Fernsehen mehr. Es langweilt mich. Halt! Gelogen! Fußball, Tatort und Kommissarin Lund! Mehr brauch ich einfach nicht! … Und aus persönlichen Gründen … Singing Bee! Und das ist schon grenzdebil.

Und sind wir mal ehrlich: Das was am schlimmsten ist, sind nicht die Richter-Dingenskirchen- Shows. Es sind auch nicht die Casting-Shows oder irgendwelche Talkshows mit gecasteten Vollpfosten. Die wirklich schlimmen Fernsehsendungen sind die groß angekündigten Eigenproduktionen. “Sehen Sie zum ersten Mal in einer aufwendigen Eigenproduktion: Die x-te Flut, den 40. Schiffsuntergang, den Bombenangriff auf Dresden, die explodierende Puppe von Margarethe Steiff!” Diese ewig aufrüttelnden Themen langweilen mich. Wahrscheinlich rennen sämtliche Intendanten und alle Filmemacher, die in der Hörzu Rang und Namen besitzen, täglich mit einer Spraydose durch die Gegend und beten inständig darum, daß sie den Klimawandel beschleunigen können und dieser ihnen einen neuen Katastrophenfilm mit sensationellen Einschaltquoten und folgerichtig eben den Deutschen Fernsehpreis beschert. Sprüh, Sprüh! Und Veronica Ferres übt schon mal wieder Naturkatastrophenrollen ein.

Nebenbei Herr Reich Raniczki: Sie fanden die ganze Show und die ganzen Ehrungen entsetzlich langweilig. Dann können Sie jetzt bestimmt nachempfinden, wie es mir bei Goethes “Iphigenie auf Tauris” ging. So richtig der Brüller ist das wirklich auch nicht.

Die Suchanfragen des letzten Monats, werter Leser, …

… und was ich Ihnen dazu mitzuteilen habe. Will sagen: Hier erscheint nun einen kleine Ãœbersicht über die intelligentesten suchanfragen, die Googlende Mitbürger bewogen haben, diese kleine nette sympathische Kleintier-Seite zu besuchen. Und bei Kleintieren wären wir gleich beim allerersten Suchbegriff! Gesucht wurde nach:

  • “Kostenlosenmuschis”: Aaaalso mit den Muschis verhält es sich ja so. Normalerweise bekommen sie die ja nicht kostenlos. Sie müssen dem Tierheim einen Betrag zahlen, der sich auf ungefähr 100 Euro beläuft. Dadurch bekommen die den Zaster für die Impfungen etc. wieder rein und obendrein ist gewährleistet, daß bestimmte Arschlöcher keinen Schindluder mit den Viechern betreiben! Soviel also zu den kostenlosen Muschis! Ich hoffe, die Anfrage ist zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.
  • “werter”: Meine Statistik läuft über vor Menschen, die nach “werter” suchen. … werter …., … werter …,
    Hierzu ein kleines Gedicht (sie müssen wissen, daß ich in meiner Freizeit für 80jährige Geburtstagskinder und Hochzeitspaare dichte):”

    “Nach “kostenlosen Muschis” suchen auf Postpunk macht mich härter,
    und will ich wieder runterkommen dann such ich halt nach “werter”!”

  • “je mehr Menschen ich kennenlerne desto mehr liebe ich”: Ja, das stimmt, das ist meine Devise! Oftmals wird mir diese angeborene Freundlichkeit und die Sensibilität, die ich gegenüber meinen Lesern aufbringe auch zum Verhängnis. Aber wenn mich 19 Menschen ausnutzen und ich nur einem einen schöneren Tag beschert habe, dann hat es sich doch alles gelohnt! “Jede Zelle meines Körpers ist gücklich!”
  • “Baustellenseite template”: Klar, das Internet muss ja auch Nischen bedienen. Aber eine Seite, die sich jetzt komplett um Baustellen dreht, die finde ich jetzt nicht so prickelnd. Steht da dann drauf wieviele Laster ich einsetzen muss damit der Bagger immer komplett in Bewegung ist und so ein Geraffel? Oder wurde vielleicht gar nach einem “Tempel für Baustellenseiten” gesucht?
  • “dirndl christl”: Göööö woooos! Doch nit beim Postpunkl-Wirt! Do musst scho fei zur Aguilera Christl! Die backt dir dann brov wos in dei Krachlederne! … Sie merken, werter Leser, das was diese Seite auszeichnet ist, daß ich mit dem Volk in der Sprache des Volkes rede. Da wird gemenschelt was das Zeug hält und deshalb ist diese Seite auch so ungeheuer populär! Keine abgehobenen Politik-Blogs! Nein einfach “des wos d’Leit indressiert”! Und deshalb kommen die auch immer mit so schwachsinnigen Fragen auf diese Seite!
  • “Cpt. Kirk& Reformhölle Blog”: Großartiges Album einer großarigen Band, aber hirnrissige Suchanfrage oder wollten Sie das Ding gar herunterladen? Kaufen lohnt da viel viel mehr!
  • “gummimaske aufsetzen”: Ja, werter Leser, das hilft. Andere Möglichkeit wäre natürlich, den Verzehr von Hülsenfrüchten weitestgehend einzuschränken, bzw. sich einfach mal zu waschen. Für Örtlichkeiten wie mein gemeines Gästeklo ohne Ab- und Zuluft und ohne Fenster muß ich mir auch noch was einfallen lassen.
  • “muh, muh, muh, ruft die bunte kuh”: Die soll bloß die Klappe halten, die bunte Kuh, die! die ist mir schon beim letzten Mal äusserst negativ aufgefallen.

Was um Himmels Willen gebe ich denn von mir, daß die Leute damit hierher finden?

… Aber bald eine 3. Das sollte dann wohl unbedingt mein Ziel sein. Zumindest wenn ich mir so die diversen Seiten im Internet betrachte, die nun schon wieder panische Angstausbrüche bekommen wenn sie an die Veröffentlichung des neuesten Google PageRankings denken. Und ich frage mich: Warum sind alle nur so unglaublich erpicht darauf, beim PageRanking einen guten Platz einzunehmen. Da stellt sich doch letztendlich wieder die Frage warum man überhaupt einen Blog betreibt? Wegen des PageRankings? Aber vorher über Spiegel-Online aufregen!

Ich, lieber Spiegel, betreibe keinen Blog! Ich bin Journalist! Schnauze jetzt, Postpunk!

Stimmt, wir waren schon an einem anderen Punkt angelangt. Mittlerweile reicht es wohl nicht mehr, Freunde/Bekannte zu haben, die sich mit einem unterhalten. Nein, man sollte einen gutbesuchten Blog sein Eigen nennen um wirklich etwas wert zu sein. Das nachfolgende Celebrity-meter bewertet meine Popularität mit 2. Zum Vergleich: Spiegel-Online hat 5 und Google 151. Was mich noch mehr freut ist, daß die Huffington Post einen Wert von 151 hat. Und das als Blog?

Egal! Liebe Werbetreibenden! Die Tatsache, daß ich auf diesem Blog keine Werbung habe bedeutet nicht, daß meine Seite uncool ist. In fact: Postpunk.de ist weitaus cooler als die Seite Bluthochdruck.de! Sie bemerken, daß ich gerade bewusst auf das Setzen von Links verzichte? Ich möchte niemanden populärer als mich machen. Aber allein durch die Tatsache, daß mehr Menschen Bluthochdruck haben als daß sie Postpunk hören, ist bewiesen, daß Sie sich, werter Leser, werter Kunde, gerade auf einer ultracoolen, unterbewerteten Seite befinden. Wenn Sie mir vielleicht demnächst alle Ihre Blutdruck-Werte übermitteln könnten, damit ich eventuell die Domain Postpunk-Blutdruck.de registrieren kann?

Ich neige dazu ins Lächerliche abzudriften. Ich kann es überhaupt nicht verstehen, wie sich Blogger/Menschen (?) wochenlang wegen des Rankings einer Suchmaschine Sorgen machen können. Merken Sie sich eins: Je mehr Menschen auf Ihrer Webseite “Hallo” sagen desto mehr Menschen beschweren sich über berechtigte Kritiken und leichtfertig herausgeplapperte Meinungen. Und wer hat da schon so richtig Bock drauf? Ich nicht! Man sollte das Ding ganz langsam angehen lassen!
Wenn sich vielleicht dann so pro Woche 10-15 neue Leser finden würden, dann wäre ich doch mal so richtig zufrieden! Und so ab 10000 Zugriffen pro Tag mache ich dann auch Werbung für Blutdruckmesser! Ob ich damit dann noch mehr Freunde bekomme?

Aber mal so ganz ehrlich: Wenn sich Menschen Tag und Nacht Gedanken über das PageRanking machen, dann müssen die ja in ihrem Blog schon einen unglaublich uninteressantem Mist verzapfen.

Was mach ich nur? Ich bin lediglich eine 2!

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