Postpunk vs. Discokugel Archives

Wenn ich jetzt, werter Leser, …

… einfach mal schreibe, dass Sie hier alle Neuigkeiten über Tokio Hotel erfahren. Also über Tom und Bill Kaulitz, die mit dem Hit “Durch den Monsun” die Charts gestürmt haben und deren Hit “Through the monsoon” gerade in Europa die Charts stürmt.

Und wenn ich dann noch erwähnen würde, dass Sie diesen Titel hier auf postpunk.de als download finden könnten, wenn ich die Rechte an dem Titel hätte. Stimmen Sie mit mir überein, dass dann mein Besucherzähler nach oben schnellen würde?
Also natürlich finden Sie diesen Titel hier nicht als download, sondern Sie müssen ihn dann schon bei musicload oder was weiss ich,was es da noch gibt, bezahlen und runterladen oder bei einem CD-Händler Ihrer Wahl erstehen.
Und was glauben Sie, was bei den Kommentaren passieren würde, wenn ich hier noch etwas über die mutmassliche sexuelle Ausrichtung des Sängers erwähnen würde.

Habe ich noch weitere Schlagworte vergessen? Ich werde Sie über den Stand meines Besucherzählers auf dem Laufenden halten und ziehe jetzt schon mal den Kopf ein.

Zitieren ,werter Leser, …

… kann ja oftmals völlig sinnentstellend sein. Ich zitiere jetzt einmal die Zeit, welche irgendeinen schlauen Schreiberling des Wirtschaftsmagazins (!) Brand Eins zitiert, der wiederum den Psychiater und Angstforscher Borwin Bandelow zitiert:

” Auffallend viele Musiker stürben im Alter von 27 Jahren, auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. Beispiele? Brian Jones, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Janis Joplin. Das liege an der Borderline-Störung, unter der etliche Künstler litten. Der „Psychiater und Angstforscher Borwin Bandelow“ will das in seinem Buch Celebrities – Vom schwierigen Glück berühmt zu sein herausgefunden haben. Im Alter zwischen 20 und 30 träten Borderline-Störungen am häufigsten auf. Ein Mangel an Glückshormonen zwinge die Betroffenen, sich verstärkt um Erfolgserlebnisse zu bemühen. Für langfristige Pläne sei diese Gruppe „eher unempfänglich, muss doch ihr Endorphin-Schub möglichst sofort eintreten. Damit sind sie ideale Opfer für die Musikindustrie, in der häufig kurzfristig gedacht wird“. Ãœber den Tod mit 27 ist damit allerdings noch nichts gesagt.”

Das Zitat ist nicht sinnentstellend, wohingegen der Inhalt aber völlig sinnfrei ist. Meiner Beobachtung nach sterben viele Musiker im Alter von 82 Jahren (Yehudi Menuhin, Helmut Zacharias, Elmer Bernstein). Das liegt an der Natur der Dinge und am Alter. Diese Gruppe war für langfristige Pläne dann auch eher unempfänglich.

Das sagt Ihnen der Glücksforscher Postpunk!

Postpunks 80er Plattenkiste – Wir kaufen ein “D”, werter Leser …

The Durutti Column – Valuable passages (FAC164)

Hoppla, werter Leser. Da sind wir ja jetzt doch mitten im Postpunk angelangt. Und zwar nicht in dem den uns neumodische Wellenreiter wie Interpol anbieten wollen, sondern bei den Urvätern derselben.

Durutti Column haben genaugenommen überhaupt nichts mit Interpol zu tun. Sie waren eine der ersten Bands die vom englischen Factory Label unter Vertrag genommen wurden und damit Labelmates von Joy Division, Cabaret Voltaire, etc.

Ein Schulfreund von mir hat früher Musik mit Drum-Machine und diversen Gitarren und Bässen gemacht. Das klang ähnlich, nur nicht so virtuos … und er wusste definitiv nichts von Durutti Column. Kurz darauf kam er dann auf den Trip, das Musik nur noch mit Musikinstrumenten gespielt werden sollte, die den Richtlinien des Islams entsprechen und das hatte dann wohl auch nichts mehr mit Durutti Column zu tun. So haben sie sich also verpasst. Der Schulfreund und Vinni Reilly, der eigentlich Durutti Column ist, aber nicht mein Schulfreund … oder so.

Valuable passages ist eine Art “Greatest Hits” der frühen Jahre und besteht, wie bei Durutti Column üblich, grösstenteils aus Instrumentalstücken. Diese erinnern mich eigentlich immer an griechische Strand-Bars beim abendlichen Chillout und lassen sich vortrefflich im zugedröhnten Zustand geniessen. Lange, sich steig wiederholende Gitarrenläufe und das dann meistens ohne Gesang.

Einzig und allein der Song “The missing boy”, der dem verstorbenen Leadsänger von Joy Division, Ian Curtis gewidmet ist, unterscheidet sich vom Rest der Platte und unterstreicht aber gleichzeitig die Vorreiter-Rolle die Durutti Column, wie auch Joy Division, für das Genre Postpunk übernahm.

Eine interessante Platte für alle, die Postpunk mal von seiner “Arty side” kennenlernen wollen und damit nicht nervös böse, laut, depressiv wie der gemeine Rest.

Dies sollte uns aber auf keinen Fall davon abhalten, beim nächsten Besuch des örtlichen Tonträgerveräusserers an den Postpunk und seine Empfehlung zu denken, einmal kurz in dieses CD reinzuhören. Ich verwette meinen Hut darauf, daß sie bombig ankommt!

Obwohl sie ja so richtig Postpunk ist!

Auch Sie sind Xavier, werter Leser!

Nachdem Sie sich jetzt alle so schön an der Aktion “Danke” beteiligt haben, habe ich beschlossen, daraus jetzt ein Posting zu machen. Es soll Sie motivieren, allen an der FIFA WM2006 beteiligten Menschen “Danke” zu sagen und ich meine hierbei ausdrücklich auch diejenigen, die im Hintergrund standen.
Benni hat dies mit einem mehr oder minder geglückten Versuch in den Kommentaren zu meinem Xavier Naidoo Kommentar angeregt und es wurde teils sehr erfolgreich aufgenommen.

Nachfolgend die bisher abgelieferten Strophen. Eventuell notwendige Anmerkungen zu den Strophen habe ich in Klammern gesetzt:

Die werten Leser sagen “Danke” zu den wahren Helden!

Benni said:

Und Doc Müller-Wohlfarth,
deine Massagen warn ne Wohltat,
wir wissen genau, durch deine Kunst
stehn unsre Jungs wieder hoch in der Gunst

postpunk said:

Und Wolli der den Bus fuhr,
mit Vollgas auf der Standspur,
als einziger die Italiener linkte,
weil er rechts abbog und links erst blinkte!

(Anmerkung: Der Busfahrer heisst Wolfgang Hochfellner.)

Wir salutieren vor Gerhard dem Schwaben aus Cannstatt,
Du setzt an der Theke die Jungs alle Schachmatt,
Ach ginge es nur um den Worldcup am Tresen,
Wir wären die Meister der Schorle gewesen.

Wolle said:

Wir grüssen auch Franz den Kaiser
er war schon immer ein echter Reisser
er ist halt ein echter Bayer
dank ihm sind wir alle viel freier.

( Wolle said:
Vor Urzeiten veralberte Harald S. den Kaiser als mit “i frei mi”, und ich habe das frei (was auf freuen gemünzt war) in “frei” im Sinne unserer immer geschätzten Freiheit umgedeutet. Ausserdem haben wir dank ihm auch freie Tarifwahl)

(postpunk said: Aber ist das ein Grund, sich nicht an das Versmaß zu halten?)

batmanpaulo said:

And respect goes out to our man Goleo
Du warst für die Mannschaft wie für die Achseln das Deo
Hast dich den Gegnern gestellt ohne Hose
Warst für uns wichtiger als der Klose

Put your hands in the Ohr for Ricardo im Tor
Du ließt Schweinis Bälle bis in dein Netz vor
Dank deiner Flugkünste hatten wir ein versöhnliches Ende
Ricardo, aus ganzem Herzen, wir küssen deine Hände

Werter Leser, bitte übernehmen Sie!

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