Postpunk vs. Discokugel Archives

Postpunks 80er Plattenkiste – Wir kaufen ein "C", werter Leser …

…wie The Cure – Disintegration

da bin ich ja gerade noch mal an einem Faux Pas vorbeigeschrammt. Ich hätte dieses Album jetzt doch weitaus früher eingestuft. Tatsächlich wurde es im Jahre 1989 veröffentlicht und passt deshalb gerade noch in unsere kleine 80er Vinyl Rubrik.

Wo wir jetzt in unserer kleinen Runde sind: “Mein Name ist Postpunk und ich war früher (in den 80ern) ein Gruftie! Oder so!”

Da gehörten Bands wie The Cure natürlich zum dunklen Ton! Letztendlich ist es so, dass natürlich die ganz coolen Mucker Disintegration verachten, da frühere Alben von Bands immer besser sind. Am Grossartigsten finde ich die Ultrafans, die die Existenzberechtigung bestimmter Bands immer an mundbemalten EPs in 100er Auflage festmachen und die wahren Topseller eben dieser Bands verächtlich niedermachen. Für Fans von The Cure würde dies bedeuten, dass das Album 17 seconds das Grossartigste wäre und Disintegration als Megaseller natürlich kompletter Schrott ist. Und deshalb ist natürlich auch alles was ich bisher geschrieben habe falsch. Bis auf die Tatsache, dass Disintegration ein richtig tolles Album ist.

Disintegration beinhaltet neben den bekannten Hits wie Lullaby und Pictures of You nämlich eine ganze Reihe erstklassiger Tracks bei denen der Postpunk auch heute noch auf der Tanzfläche nach dem 50 Pfennig Stück suchen würde. Lovesong, z.B. ist ein absoluter Ohrwurm von richtiger Länge, mit fantastischer Melodie und grossartiger Instrumentierung.

Was ich an Disintegration eigentlich immer schätzte, war diese fabelhafte dunkle Produktion des Albums, die sich wohltuend von dem teilweise schon armseligen Arrangement der Songs der früheren Alben abhob (Why can’t I be you, etc.).

The Cure sind dann letztendlich mit diesem Album doch im Pop angekommen und das war gut so! Und so gut waren sie nie wieder! Disintegration funktioniert als Album! Auch wenn es auf vorherigen Alben einzelne Songs gibt, die besser waren.

Dies sollte uns aber auf keinen Fall davon abhalten, beim nächsten Besuch des örtlichen Tonträgerveräusserers an den Postpunk und seine Empfehlung zu denken, einmal kurz in dieses CD reinzuhören. Ich verwette meinen Hut darauf, daß sie bombig ankommt!

Obwohl sie ja nicht so richtig Postpunk ist!

Die Sommerkollektion 2007, werter Leser …

… ist das nicht, aber ich finde die Kostüme schick! Wären auch was für nach dem Schwimmen! Wenn Sie vielleicht im Suchfenster der unten angegebenen Seite nach: Boney M – River of Babylon (sopot 1979) suchen.

… wie The Bridge (a Tribute to Neil Young) . Kaum sind die PC-Probleme behoben, geht es auch schon wieder munter weiter mit Postpunks sonderbarer Plattensammlung. Um Ihnen, werter Leser, zu demonstrieren was für ein cooler Typ ich schon in meinen jungen Jahren war, habe ich diesmal die geniale Verschmelzung von coolem Oldie Muckertum (Neil Young) und wildem rotzigen Alternativ-Rock, wie ihn meine Generation damals gehört hat, gewählt. Ãœber die Qualität der Stücke Neil Youngs muss ich mich an dieser Stelle wohl nicht mehr auslassen. Obwohl er mir doch ab und an etwas wunderlich anmutet. Diejenigen, die die ebenso seltsame Jim Jarmusch Dokumentation über Neil Young gesehen haben, werden mir zustimmen, dass er, der Young also, sich wohl doch schon so manches Pfeifchen reingezogen hat. Nichtsdestotrotz geben hier viele gute und wenige schlechte Musiker ihre Interpretation von mehr oder minder bekannten Stücken Neil Youngs zum Besten. Ein Teil der Einnahmen kam damals der Bridge School for mentally handicapped children zugute. Daher wohl auch der Name. Viele der Künstler konnte ich zu dem Zeitpunkt als ich diese Platte käuflich erstand noch überhaupt nicht würdigen. Was mich damals ermunterte diese Platte zu kaufen, war die Version von Winterlong von den Pixies. Heute beeindruckt mich besonders Nikki Suddens Version von Captain Kennedy, Nick Caves Version von Helpless und Sonic Youth und Bongwater und Dinosaur Jr. und, und, und… Einzig und allein Soul Asylums Version von Barstool Blue ist fürchterlich! Dies sollte uns aber auf keinen Fall davon abhalten, beim nächsten Besuch des örtlichen Tonträgerveräusserers an den Postpunk und seine Empfehlung zu denken, einmal kurz in dieses CD reinzuhören. Ich verwette meinen Hut darauf, daß sie bombig ankommt! Obwohl sie ja nicht so richtig Postpunk ist!

… wie Aztec Camera.

Walk out to winter, swear I’ll be there.
Chill will wake you, high and dry, you’ll wonder why!

Wenn Sie morgens, oder eher mittags, an meiner bescheidenen Behausung vorbeimarschieren würden, dann kämen Sie höchstwahrscheinlich in den Genuss, meine gesanglichen Höchstleistungen unter der Dusche bewundern zu dürfen. Das ist jetzt wahrscheinlich nicht so interessant, oder?

Jedenfalls gehört dieses oben zitierte Lied seit über 20 Jahren zu meinen “Alltime-ich-singe-es-unter-der Dusche-Favoriten” und es befindet sich eben auf der fantastischen LP:

Aztec Camera – Highland, hard rain

Diese LP war das Erstlingswerk des damals 18jährigen Roddy Frame und seiner Band Aztec Camera. Mit Verlaub gesagt, die restlichen Alben kamen auch nicht annähernd an dieses Album heran. Was der junge Mann aus Schottland aber im Jahre 1983 auf Vinyl zauberte war schon wunderbar.

Fantastische Melodien, gepaart mit grandiosen Akusikgitarren. Vielleicht kennt der ein oder andere der geschätzten Leser noch den Hit Oblivious, der sich ebenfalls auf diesem Album befand, aber fast schon in die Schublade der schwächeren Songs gesteckt werden muss. Soweit ich mich erinnern kann, war das Album recht populär trotz seinen Schrammelgitarren. Es hatte eben nur das kleine Problem, daß es mit seinen schrammlig poppigen Folk-Elementen (Mehr Folk-Elemente!) zwischen Depeche Mode, A Flock of seagulls, Toyah und Wollis Alphaville nicht so richtig reinpasste.

Dies sollte uns aber auf keine Fall davon abhalten, beim nächsten Besuch des örtlichen Tonträgerveräusserers an den Postpunk und seine Empfehlung zu denken, einmal kurz in dieses CD reinzuhören. Ich verwette meinen Hut darauf, daß sie bombig ankommt!

Obwohl sie ja nicht so richtig Postpunk ist!

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