Postpunk vs. werter Leser! Archives

… Neues Rätsel, neues Glück für die werten Leser und mal wieder Zeit, dem allwissenden Postpunk zu zeigen wer es wirklich drauf hat und wer nicht.

Heute steigt die 3. Runde unseres kleinen Rätsels “Postpunk vs.werter Leser” und nachdem es letzte Woche so einfach war, habe ich mir heute geschworen, Ihnen die Lösung des Rätsels etwas schwerer zu machen. Es gibt mal wieder was zu gewinnen. Kein Ramsch wie ich finde, sondern etwas was man durchaus lesen, anhören, sehen, benutzen kann!

Kommen wir zur heutigen Frage: Wie fange ich an? Es wird nostalgisch! Holen Sie die Taschentücher und Feuerzeuge raus! Hätte ich schon in den 80ern gebloggt, dann wäre ich heute sicherlich reich und müsste mich nicht mehr in Music-Nerd Kreisen rumtreiben sondern könnte das ganze Spektakel als Kurator eines Festivals betrachten auf dem nur meine Lieblingsbands auftreten. Ich bin aber nicht reich und ich hatte und habe Lieblingsbands. In den 80er Jahren hatte ich meine allererste richtige Lieblings-Band. Nach der werde ich aber heute nicht fragen! Aber diese Band war für eine gewisse Zeit so eine richtige Bravo-Band. Mit Postern und Otto-Wahl und allem Drum und Dran. Und so richtig spektakulär war an Ihnen, daß sie 2 Schlagzeuger hatten. Und, oh welch Wunder, diese Band hatte auch einen Bassisten, der ein richtiger Wandervogel war und Ihnen deshalb auch nicht so richtig geläufig sein dürfte. Auf jeden Fall spielte er eben auch einmal bei der von uns heute gesuchten Band. Und soweit ich weiß auch bei diesem heute gesuchten Lied!

Also dieses eine Lied bei dem er damals u.a. mitspielte war das allererste Lied der heute hier gesuchten Band das ich jemals wissentlich hörte. Aber sicherlich nicht das erste Lied, das diese Band damals herausgebracht hatte. Ich fand es damals wunderschön. Und deshalb schnitt ich es damals an Weihnachten mit meinem Grundig Radiorecorder mit. Hier wäre jetzt Wolli als Anwalt gefragt ob ich dafür noch belangt werden kann?
Ein paar Jahre später jedenfalls als ich mein erstes Auto hatte, dann hörten wir dieses Lied auch als ich dann und wann mit meiner damaligen Freundin auf irgendwelche komische Filmvorführungen fuhr. Und ich dachte mir dann immer: Wie kann man zu einer Filmvorführung fahren, wenn dieses Musik hier in meinem Auto ist? Ich meine, da spielte immer diese Band im Radio. Mit … Naja, lassen wir das, das wäre jetzt zu privat! Und ich soll ja Fragen fragen und mich nicht ärgern!

Auf jeden Fall gab es in dieser Band öfters Umbesetzungen. Nur der Frontmann blieb immer gleich. Auch wenn er dann und wann Soloalben veröffentlichte.  Ein weiteres bekanntes Mitglied verließ die Band allerdings recht frühzeitig und machte Musik für alles und jeden, aber nicht für Kühlschränke und auch nicht für Bushaltestellen. Und eigentlich ist der Liedtitel fast sowas wie das Gegenteil des Nachnamens dieses verflossenen Bandmitgliedes.
Hmmm, das Lied und die Band hätten wir jetzt geklärt!I Oder spreche ich in Rätseln?

Edit um 12.00 mittags: High Noon!

O.k., o.k., ich weiß, es war wieder einmal viel zu billig! Aber es fällt mir schwer, die Qualität der Gegener einzuschätzen, aber der Musiker, der die gesuchte Band frühzeitig verlassen hatte, war natürlich „Brian Peter George St. John le Baptiste de la Salle Eno“ und das Gegenteil von Eno ist natürlich: „Oh yeah!“ Und dieses grandiose Lied stammt natürlich von der Band Roxy Music.
Brian Eno hat sich nach seiner Trennung von Roxy Music natürlich vornehmlich einen Namen als Produzent (Bowie, U2, etc, etc) gemacht und veröffentlichte als Solokünstler dann auch gerne Alben mit so grandiosen Namen wie: Music for Airports.

Demzufolge handelt es sich bei dem Frontmann, der gerne dann und wann auf Solopfaden wandelt um Mr. Brian Ferry.
Dann und wann hatte man dem Liedtitel aus Gründen der Wiedererkennung noch in Klammern den Anfang des Refrains hinzugefügt, also:

“Oh yeah! (on the radio)”

Naja und die Geschichte, daß ich damals mit meiner damaligen Freundin zu irgendwelchen Filmvorstellungen gefahren bin, ist natürlich erstunken und erlogen. Cineast war die damals wirklich nicht. Diese kurze Passage ist natürlich eine lose Ãœbersetzung eines Textausschnittes aus diesem großartigen Lied.

Der angesprochen Bassist war Gary Tibbs, der kurzzeitig bei Roxy Music eben dieses Gerät bearbeitete. Ansonsten versuchte er sich auch als (naja!) Schauspieler in dem, ob des Soundtracks höchst empfehlenswerten, Film Breaking Glass mit Hazel O’Connor. Zuvor allerdings war er Bassist meiner damaligen Lieblingsband und das waren selbstverständlich Adam & The Ants. Adam & the Ants waren am Anfang Ihrer Karriere auch durchaus dem Postpunk zuzuordnen, bevor sie dann in die New Romantic Szene abdrifteten und von mir und Millionen anderer Teenies heiß und innig geliebt wurden. Empfehlenswert dürfte für die Postpunk Hörer das Album „Dirk wears white sox“ sein und für die Pop-Nostalgiker das Album „Prince Charming“, bzw eine Greatest Hits Compilation.

Und den Liedtitel hat in einem beeindruckenden Soloritt cimddwc gewusst, der dafür auch gelobt wird und u.a. den Ehrenpreis der Vereinigung der deutschen Ascorbinproduzenten erhält.

Herzlichen Glückwunsch!

Wer sich für Roxy Music interessieren sollte: Hier geht es zum Roxyrama

[flash]http://de.youtube.com/watch?v=R1GrUs7GBaI[/flash]

Nachfolgend auch noch ein Link auf ein Video der angesprochenen ersten Lieblingsband. Schon zu ihrer erfolgreichsten Zeit, aber live mit einem Lied aus ihrer Postpunk-Phase.

[flash]http://de.youtube.com/watch?v=YeGgLwD8wdc[/flash]

edit 12.30 Uhr: Und wieso verhaut es mir heute immer komplett die verf….. Formatierung und die links und aaaargh…! Und nächstes Mal wird es für Sie quasi unlösbar! Ich werde mir die größte Mühe geben!

Der Sieger-Benni, werter Leser, …

… also derjenige, der das unglaublich schwierige Postpunk vs. werter Leser Rätsel gewonnen hat, der ging dann gestern zu Bett und raten Sie mal was er seiner Lebensabschnittspartnerin vorgesungen hat, weil er sich so über den Sieg gefreut hat?

[flash]http://de.youtube.com/watch?v=42Nc5foSRGg[/flash]

Es ist mir durchaus bekannt, daß das schon seit Monaten durch sämtliche Blogs geistert, aber manch einer kennt es eben noch nicht. Und wenn Sie sich auch einmal ein bißchen wie Benni fühlen möchten, dann kann ich Ihnen das Plattencoverspiel empfehlen.

Postpunk vs. werter Leser (#2), werter Leser!

Nachdem ich letzte Woche sehr viel Lob und Zuspruch bezüglich meiner verwinkelten Gedankengänge und meine Kloverhaltens geerntet habe, fühle ich mich ermutigt, Ihnen auch dieses Mal über das Wochenende (?) ein großartiges, fantastisches Rätsel anzubieten. Für Mitratende, die sich ein wenig im, wie wir sagen, Business auskennen, sollte das kein großes Problem darstellen und der Sieger bekommt einen tollen, wenn auch gebrauchten, Preis.

Heute geht es um den Namen einer jungen Dame! Dieser Name wird auch im Songtitel erwähnt und um diese junge Dame und ihren einstigen Verehrer spinnt sich eine tragische Geschichte. – Naja, nicht sooo tragisch, aber schon etwas. Das gesuchte Lied ist ein Abschiedslied, das unser Künstler für seine einstige Geliebte geschrieben hat.

Der Song ist autobiographisch. Der Künstler sang seiner damaligen Freundin diesen Song ursprünglich leicht abgewandelt vor. Nicht als Trennungslied, sondern als Aufforderung, sich zu verändern.Beide, sowohl Künstler als auch Geliebte, kommen ursprünglich von unterschiedlichen Kontinenten. Es gibt aber angeblich einen geographischen Punkt auf unserem Globus, der als Ursprung des Mythos gilt, der sich um dieses Liebespaar rankt. Dieser Punkt wird auch oft als Ausgangspunkt des weltweiten Triumphes des gesuchten Künstlers betrachtet. Obwohl dies bei der geographischen Herkunft des gesuchten Künstlers (und auch seiner Muse) sehr verwunderlich ist.Der Künstler schrieb aufgrund der sich (Gottseidank?) langsam wechselnden Infrastruktur dieses Ortes einen weiteren Hit, der sich mit einer speziellen Tiergattung und deren charakteristischem Verhalten befasste.

Mit dem gesuchten Künstler (und nicht nur mit ihm verbindet) man auch noch einen weiteren Ort auf unserem Planeten. Eine momentan sehr angesagte deutschsprachige Band erwähnt diesen Ort, bzw. ein bestimmtes Gebäude in diesem Ort auch in einem Lied auf ihrer letzten Platte. Sie nennen in diesem Lied aber weder den Namen des Gebäudes noch des Künstlers. Gemein, gell?
Der Sänger dieser deutschen Band verabschiedet sich in dem angesprochenen Lied sehr englisch und äussert ernsthaft. Wie eben auch der von uns gesuchte Künstler in einem seiner Lieder. Aber nicht in dem, daß wir suchen!

Wie heisst denn der Name der Dame, die wir heute suchen? Und wie heisst der Künstler? Sie dürfen den Song auch gerne daheim am Lagerfeuer einspielen und mir als mp3-Datei schicken. Das lasse ich auch gelten! Solange ich zumindest erkennen kann um welches Lied es sich handelt.

Ich schäme mich, Ihnen ein solch billiges Rätsel zu präsentieren, verspreche aber, daß es nächste Woche wieder etwas schwerer wird. Falls der Groschen dennoch nicht fällt, bin ich zwischendrin auch gerne bereit, mit meinen Kommentaren zu helfen.

Edit: Nach 12 Stunden haben wir einen Gewinner! Benni ist ehemaliger TAZ-Leser und hat auch diesen Artikel gelesen. Alternativ kann ich auf die großartige Seite Leonardcohenfiles.com verweisen auf der wir das Interview hier finden.

Bei der jungen Dame handelt es sich also um die Norwegerin Marianne Ihlen für die er das Lied So long, Marianne (Text) geschrieben hatte. Kennengelernt haben sie die Beiden auf der griechischen Insel Hydra, die zu dieser Zeit noch nicht richtig weit entwickelt war und die ich Griechenland-Fahrern auch durchaus mal für ein paar Tage empfehlen kann. Dort entstand auch Cohens Lied Bird on a wire.

Bei der deutschsprachigen Band handelt es sich um die Band Tomte, die auf ihrem letzten Album das Lied New York veröffentlichte, in welchem der Sänger davon sprach, daß er mit seiner Freundin am berühmtesten Hotel der Welt (Chelsea Hotel, ebenfals ein Cohen Titel) vorbeiging und ein Lied von ihm (Cohen) sang. Er verabschiedet sich in dem Titel mit den Worten: “Sincerely, Thees Ulmann“. Cohen hatte sich in seinem Lied Famous blue raincoat mit dem Worten “Sincerely, Leonard Cohen” verabschiedet.

Cohen tritt überhaupt diesen Monat in Lörrach auf und ich würde gerne hinfahren wenn noch jemand eine Karte übrig hätte und mir diese zu einem vernünftigen Preis verkaufen würde.

Das untenstehende Video zeigt ihn anlässlich des diesjährigen Glastonbury Festivals und wird nur gestört durch den Gesang des Kameramannes ;-).

[flash]http://de.youtube.com/watch?v=pvtzO82OeyU[/flash]

… bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihnen hier die Lösung zu präsentieren!

Die Frage lautete:

Welchen Künstler und welches Lied suche ich, wenn ich nach der Schnittmenge aus dem Sänger des Lieblingslieds eines moderierenden Gärtners der 60er Jahre und  einem Menschen suche, der zum Teil etwas mit dem männlichen Protagonisten von Fawlty Towers gemein hat.

Der Wolli kam zumindest schon mal dahinter, daß der männliche Protagonist in Fawlty Towers mit Vornamen Basil heisst. Ja und ein Teil der Band The Assembly nennt sich Vince Clark war einst bei einer Band mit dem Namen Depeche Mode aktiv und kommt wie der Großteil dieser Band aus dem netten Städtchen … Basildon.

Der zweite, singende Teil von The Assembly nennt sich Feargal Sharkey und hatte später einige Hits als Solokünstler. Bevor er die Single mit Vince Clark aufnahm war er Sänger der britischen Band The Undertones. Von eben dieser Band heisst es, daß ihr Song Teenage Kicks von einem gewissen Herrn John Peel einmal als bestes Lied aller Zeiten gekürt wurde. Und dieser Herr Peel hatte in den 60ern eine recht erfolgreiche Radioshow auf Radio London mit dem Titel: The perfumed garden!

War doch alles ganz logisch, oder? Muss ich das denn nächste Woche etwas leichter gestalten?

Die Lösung lautet also: The Assembly mit Ihrem Hit Never, never.

Der Hintergrund ist folgender, daß ich kürzlich die Maxi Single wieder gefunden habe und das Lied den kompletten Abend immer und immer wieder durchgehört habe! War dann wohl ein One Hit Wonder? Aber der Herr Clarke spielt ja heute recht erfolgreich bei Erasure mit und da dachte ich, daß Sie ihn kennen würden.

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=3P91e6_2hm4[/flash]

Das Lied ist auch gar nicht so wichtig! Viel wichtiger ist eigentlich die frühere Band des Sängers gewesen: The Undertones!
Deshalb gibt es hier jetzt auch einen Link auf das “beste Lied der Welt”. Ich finde irgendwie, daß Herr Sharkey in dem unterhalb verlinkten Teenage Kicks Video dem Ex-Sänger von Blumfeld, Jochen Distelmeyer, ähnelt. Nebenbei exisitiert zu den Undertones wohl auch noch ein recht netter Film, den ich leider noch nie vollständig gesehen habe. Einige Ausschnitte dieses Filmes kann man allerdings auf einem bekannten Videoportal durch Eingabe des Filmtitels sehen und wenn Sie mich fragen, dann sollte sich zumindest eine Greatest Hits Sammlung der Undertones in jeder Cd-Sammlung befinden! Welch eine großartige Band, werter Leser!

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=wGu2lu5XWE8[/flash]

War schwer? Unbekannt? Sind Sie keine Kinder der 80er? Bei den Tipps gab ich Ihnen überhaupt einen falschen Hinweis. The Assembly waren ein Trio, aber das hätte wohl auch keinen großen Unterschied bei den Lösungsversuchen gemacht, oder? Dennoch sollte das natürlich nicht passieren, daß ich Ihnen falsche Fährten lege und ich gelobe Besserung!
Das nächste Mal präsentiere ich Ihnen eine herzzerreissende Liebesgeschichte, die noch etwas weiter zurückliegt! Und an deren Ende ein großartiger Song entstand.

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