So nicht, Sportsfreund! Archives

… und was steckt da dahinter? Als rühriger Webmaster erhalte ich dann und wann Anfragen von Bands u.ä. ob ich nicht einmal etwas über deren neustes Produkt schreiben möchte. Ich neige in solch einem Fall meistens dazu zuzustimmen, natürlich immer unter der Voraussetzung, daß den jeweiligen Herren klar sein möge, daß ich selbst bei kostenlosen Produkten nicht unbedingt dazu neige, uneingeschränkte Kaufempfehlungen auszusprechen. Dies scheint aber die wenigsten abzuschrecken. Da ich öfters die Bewertungen vor mich herschiebe, möchte ich Ihnen in den nächsten paar Tagen dann doch einmal das ein oder andere Produkt ans Herz legen oder davor warnen. Ich lasse mich da auch etwas überraschen.

Wer macht heute den Anfang der Testwoche? Vor einiger Zeit trat Christoph von Rock-Spot.de an mich heran und fragte ob ich Interesse hätte, die Seite zu bewerten.  Er stellte mir auch gleich einige Merchandise-Pakete in Aussicht, die ich selbstredend gerne annahm und auch gleich unter den eifrigen Lösern meines Postpunk vs. werter Leser Rätsels verloste. Natürlich fanden sie reissenden Absatz. Man kennt ja sein Klientel! 😉

Nun bin ich also daran, meinen Teil der Abmachung zu erfüllen und die Seite Rock-Spot.de etwas unter die Lupe zu nehmen.

Prinzipiell stehe ich neuen Musikportalen immer etwas skeptisch gegenüber. Mittlerweile wird ja mindestens einmal pro Woche das nächste große Ding auf diesem Planeten gelauncht und jeder versucht sich beim Thema Online-Musikportal  eine Scheibe abzuschneiden. Rock-Spot versucht seinerseits nicht gleich die ganze Welt von seiner Idee zu überzeugen und möchte sich erst einmal einen Namen dadurch machen, daß es vor allem einen Ãœberblick über die regionalen Aktivitäten liefert. Das bedeutet, daß man sich auch als Hobbydresscher-Band einfach als Band eintragen, seine Veröffentlichungen präsentieren und seine Konzerttermine veröffentlichen kann.

Aber fangen wir doch einfach mal von Vorne an. Die Eingangsseite gefällt mir schon recht gut, wenn ich auch nicht ganz im Klaren bin was mich auf der Seite eigentlich erwartet. Christoph hatte mir zwar schon Infomaterial zukommen lassen, aber ohne das wäre ich erst einmal recht ratlos gewesen. Ich hätte wahrscheinlich mit einem überregionalen Veranstaltungskalender gerechnet. Und ob mich das motiviert hätte, mich zu registrieren?

Egal, ich wusste ja was auf mich zukommt, also auf zur Registrierung. Ich registriere mich als Fan. Logo! Vielleicht bin ich ein Weichei, aber ich neige dazu immer erst einmal die Nutzungsbedingungen, Widerufsbelehrungen und Datenschutzbestimmungen durchzulesen. Die führen bei Rock-Spot.de in einen Loop und ich lande immer wieder auf der Registrierungsseite. Vielleicht geht es ja auch nur mir so? Dennoch… Das würde mich als potentielles Mitglied schon abschrecken. Da ich die Herren von Rock-Spot.de aber für vertrauenswürdig halte, setze ich den Anmeldevorgang fort und habe auch schon bald eine Nachricht in meinem E-Mail Postfach, die mich als neuen Rock-Spotter begrüßt.

Nach der Anmeldung lande ich zuerst einmal in “meinem Spot”. So heisst bei Rock-Spot.de die persönliche Einstiegsseite. Wie es nach dem ersten Anmeldevorgang war, weiss ich leider nicht mehr, aber mittlerweile habe ich  bei Rock-Spot meine Lieblingsbands eingetragen und auch schon den ein oder anderenen Bekannten aus der Kommentatoren-Szene in meinem Rock-Spot Freundeskreis. Und so begrüssen mich auf meiner persönlichen Einstiegsseite Meldungen zu den von mir mittlerweile favorisierten Bands und zu meinen Freunden. Da ich noch nicht so viele habe, hält sich das allerdings in Grenzen. Dennoch erfahre ich zumindest für welche Open Airs “Die  Sterne” in diesem Jahr gebucht wurden.

Als registrierter User auf Rock-Spot. de kann ich  Bands zu meinem Profil hinzufügen und mich als Fan dieser Bands outen. Desweiteren besteht die Möglichkeit, seine CD-Sammlung zu präsentieren. Hierzu wählt man einfach eine der von einem selbst oder den anderen Usern angelegten CDs aus und klickt  auf “Ich habe diese CD”. Andere User haben dann letztendlich die Möglichkeit, einen Blick auf meine virtuelle CD Sammlung zu werfen. Nun denn …

Das ist ja alles schön und gut. Aber wie Sie, werte Leser, vielleicht wissen, bin ich ein großer Fan von Suede. Ist jetzt nicht wirklich Indie. Rock-Spot kennt die Band leider nicht. Auch keinen Ryan Adams. Von Bands wie Magazine, Undertones und Big Country ganz zu schweigen. Das ist nun einmal die Gefahr bei Seiten die auf eine Community angewiesen sind. Die User können Artikel erstellen und die Bands vorstellen und wenn sie das nicht tun, dann werden die Bands eben nicht erwähnt. Ich würde mir hier eine Anbindung an eine allwissende Datenbank wünschen, die solche Bands einfach mal importiert. Genauso verhält es sich mit den Alben. Wenn die User Infos und Cover zu den Alben hochladen, dann kann man sie auf Rockspot.de auswählen. Ansonsten eben nicht. Auch hier wäre eine Anbindung an eine allwissende Datenbank wünschenswert und würde bei mir zu Jubelstürmen führen.

Ansonsten bietet Rock-Spot natürlich auch Funktionen für engagierte Bands, die sich selbst und ihre Konzert-Termine vorstellen möchten. Ich als Fan von engagierten Freizeitkünstlern habe somit die Möglichkeit zu prüfen welchen Band in meiner Region heute abend wo spielt. An und für sich auch ein nettes Feature, daß für mich als Fan  ein weiterer Grund wäre, die Seite täglich zu besuchen.

Was stört mich daran? Rock-Spot.de ist eine Community. Die Seite und somit auch die Betreiber leben von der aktiven Mitarbeit der Mitglieder. Haben diese keine Lust darauf, dann leidet die Aktualität darunter. Ganz zu schweigen davon, daß den Mitgliedern ein umfassender Ãœberblick gegeben werden kann. Dafür muß dann die Community schon selber sorgen.
Desweiteren habe ich als User in  der heutigen Zeit wirklich keine Lust mehr, Liedtitel einzugeben, Cover hochzuladen, etc.! Da muß ich wirklich davon ausgehen, daß soetwas heutzutage etwas bequemer gehandhabt werden kann. Wenn ich dann noch die oben erwähnten Loops berücksichtige, dann würde ich sagen, daß die Seite ein Schnellschuss war und vielleicht etwas zu früh ins Netz gestellt wurde.

Denn: Letztendlich gefallen mir die Möglichkeiten, die einem auf Rock-Spot gegeben werden. Eine automatische Benachrichtigung über Konzerte in meiner Umgebung, Konzerte meiner Lieblingsbands, musikalische Neuigkeiten aus meiner “Community”. Tolle Sache eigentlich! Wenn denn jeder mitmachen würde. Momentan zweifle ich noch daran.

Um es mit Tocotronic zu sagen: Die Idee ist gut, aber die Welt noch nicht bereit!

In diesem Sinne: Ich bleibe Mitglied und schaue mir mal an wie sich die Sache so entwickelt.

Aber machen Sie sich doch einfach mal selbst ein Bild davon. Unter http://www.rock-spot.de einfach mal registrieren und stöbern. Vielleicht schätzen sie ja ebenfalls die Möglichkeiten? Und vielleicht finden Sie ja noch erwähnenswerte Features. Dann einfach fröhlich in den Kommentaren posten.

… daß der anscheinend so wichtige Patrick Wolf mit seinem c/o Pop Auftritt nicht zufrieden war. Zumindest mit der Länge, die ihm die Veranstalter zugestanden hatten. Mittlerweile hat er sich wohl entschuldigt, aber der Abgang ist dennoch sehenswert. Und er wirft wie ein Mädchen, der Patrick!

Gegen den modernen Fußball, werter Leser? …

… Ich weiß ja nicht ob dieser beknackte Spruch der Fußball-Ultras immer noch unbedingt für bare Münze genommen werden sollte!

Wenn Die Fußballer damals alle so bekifft auf dem Fußball rumgelaufen sind, dann ist der moderne Fußball doch schon ganz o.k.! Irgendwie hatte ich das alles noch etwas anders in Erinnerung.

Oder wollte da nur jemand das Tabuthema “Profifußball und Homsexualität” ansprechen?

httpv://www.dailymotion.com/goalbumbum/video/x730wj_bundesliga-hippies

… dann grabe ich mir halt selber das Wasser ab. Last.fm (kein Link mehr) ist ein Dienst, der seine Popularität vornehmlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda im Internet erlangt hat. Eine gewisse Zeit konnte kein Blog ohne dieses Widget sein. Ganz klar, es kostete ja nichts!

Wenn Last.fm nun aber von allen Usern, die nicht in den USA, Großbritannien oder Deutschland wohnhaft sind 3 US$ einfordert um auch weiterhin in den Genuss des Last.fm Radios zu kommen, dann mag das durchaus ein Preis sein, den der Dienst als angemessen empfindet. Andererseits aber ist das auch wieder ein Zeichen dafür wie kurzsichtig Unternehmen handeln. Was spricht dagegen einmal pro Stunde eine Werbeeinblendung von 30 Sekunden zu schalten? Die Hörer würden einfach weghören und bei dem Einzugsbereich, den Last.fm bis vor kurzem noch hatte, wäre dies ein wirklich schlauer Schachzug gewesen, der auch  von mir verstanden worden wäre und der Last.fm bestimmt einiges zusätzlich an Umsatz gebracht hätte. Nun aber grenzt man nicht nur User aus vermeintlich unwichtigen Ländern aus, sondern versucht darüber hiaus auch erst einmal auszutesten ob sich ein Bezahlsystem für Last.fm lohnt.  … Ich weiß die Antwort! … Nein! Aber um Himmels willen nicht die Hörer in den vermeintlich kaufkräftigen Ländern verärgern. … Intelligent ist anders!

Es ist sicherlich jedem bekannt, daß auch Last.fm an sein Geld kommen muß. Auch dort entstehen Kosten und arbeiten Mitarbeiter, die ihr Geld haben wollen. Man sollte dieses Geld allerdings nicht von der Community einfordern, sondern von den Firmen, die ihr Produkt eben dieser Zielgruppe anpreisen wollen. Warum will das eigentlich niemand verstehen? Direkt werden die wenigsten Hörer zahlen! Indirekt fällt das den meisten Konsumenten sowieso nicht auf! Und so ganz nebenbei: Ich zahle doch kein Geld dafür, daß mir Last.fm auf Geheiß der Plattenfirmen Lieder vorschlägt. Wenn ich mir die Lieder selbst auswählen darf ist das etwas anderes! Alles andere bezeichne ich als Werbung!

Wenn last.fm dann auch noch der Meinung ist, seine User nur aufgrund des Wohnortes in 2 Klassen einzuteilen, dann kann ich mein Last.fm Widget auch ganz einfach abschalten. Cool kann ich auch ohne sein! Meine Musik kann ich bei Napster kaufen, wenn ich sie denn nicht partout nicht als handfestes Produkt besitzen möchte und Gedudel kann ich mir auch bei den zahllosen anderen Radiostationen im Netz anhören.

Weg ist es! Wie bald auch Last.fm! Boing!

By the way! Im Announcement innerhalb des “Ach, so coolen Last.fm Blogs” werden mittlerweile keine Kommentare mehr angenommen. Eine ganz gute Erfindung hat sich dann wohl selbst zerstört und der Imageverlust wird immens sein! Dann bleibt mal nur zu hoffen, daß die nächsten etwas schlauer sein werden!

Nebenbei wäre dann vielleicht noch zu erwähnen, daß CBS Last.fm 2007 für 280 Millionen Dollar übernommen hat. Kommt jetzt keine Kohle rein, dann ist da wohl was schief gelaufen!

Nebenbei gibt es jetzt die “Stop Scrobbling Gruppe” bei Facebook. Die Last.fm Facebook Seite (auch hier kein Link) wurde hIngegen momentan für Postings gesperrt! Ob es da wohl so langsam dämmert?

Aber dennoch ein netter Kommentar bei Facebook: this is madness … separating countries into “good ones” and “bed ones”

Darf ich bitte im bed country sein?

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