… Nachdem ich Sie kürzlich mit einem Dokumentarfilm über den neuen Punk versorgt hatte, komme ich nicht umhin, Sie wieder in die richtigen Bahnen zu lenken und Ihnen einen YouTube Link auf eine Doku aus dem Jahre 1979 mit dem Titel “Punk in London” zu präsentieren.

Es handelt sich hierbei um eine deutsche Doku, die seinerzeit die Abschlussarbeit des Regisseurs Wolfgang Büld (“Brennende Langeweile” mit den Adverts) an der Hochschule für Film und Fernsehen war.

Die Kommentare aus dem Off sind in dieser Doku wirklich angenehm reduziert. Untertitelt ist das in einer mir unbekannten fernöstlichen Sprache. Wie erwähnt, es handelt sich um eine deutsche Doku, die ich bisher noch nicht kannte. Da in der Doku aber alle sowieso auf Englisch kommunizieren, ist das völlig irrelevant..

Dieser Beitrag soll aber fürs erste einmal die kurze Exkursion zum Punk auf dieser kleinen Seite abschliessen, auf die ich eigentlich letztendlich nur gekommen bin, weil ich mir beim bösen Auktionshaus einige Original Singles dieses Genres aus den 70ern ersteigert hatte, mit denen ich gegenwärtig voller Leidenschaft die Nachbarschaft terrorisiere.

Die Doku besteht im Wesentlichen aus Live Mitschnitten und Interviews aus dieser Zeit und zeigt wunderbar was die einzelnen Bands mit ihrer Musik erreichen wollten. Ob sie das wirklich erreicht haben, überlasse ich Ihnen zu beurteilen. In meinen Augen haben sie aber sicherlich viele nachfolgende Bands aus verschiedensten Genres nachhaltig beeinflusst.

Bands, die interviewt werden sind Chelsea (Der Sänger ist überhaupt ein wirkliches Herzchen, finde ich!), die X-Ray-Spex mit der wunderbaren Poly Styrene, die Lurkers (Interview im elterlichen Wohnzimmer mit Erocs Wolkenreise und den bösen Boomtown Rats im Hintergrund), die Adverts mit dem fantastischen Song “The wonders don’t care”, Subway Sect mit dem grossartigen Vic Godard, etc. etc.

Desweiteren wird auch noch Miles Copeland (Sniffin’ Glue Herausgeber und Bruder von Police Stewart Copeland) interviewt, der auf seinem Label I.R.S. einst so illustre Künstler wie Blondie, Patti Smith, Sex Pistols, etc. unter Vertrag hatte.

Und vielleicht können Sie mir ja ohne zu spicken sagen wie der gutaussehende Punk aus Birmingham heisst, der ab der 40. Minute auftaucht? ;-)

Ein sehr interessantes politisches Statement zu Deutschland kommt überhaupt aus dem Munde der Stranglers bei 01:13. Die Zeiten haben sich seitdem doch nicht wirklich geändert.

Ich muss gestehen, dass ich trotz der schlechten Qualität (ist eben aus dem Jahr 1979) von dieser Doku restlos begeistert bin und sie Ihnen nur wärmstens empfehlen kann! Tolle Bands, tolle Songs, der Hammer einfach! Und … ganz ungewöhnlich für die heutige Zeit … nur reduzierte Erklärungen vom Sprecher im Off. Er lässt grösstenteils einfach die Bands erzählen.

Sehr hörens- und sehenswert!

Ich poste einfach mal den Link zu YouTube. Schauen Sie doch mal rein!

Punk in London 1977

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Filed under: Postpunk vs. Discokugel

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