… und somit natürlich die Möglichkeit für mich mal wieder einen Post zwischendrin zu veröffentlichen.

cimddwc hat nämlich zur Blogparade aufgerufen und so nutze ich doch mal fix die Möglichkeit auch meinen Senf dazu zu geben. Hier kommt die Aufgabenstellung:

“Welches ist Deine Lieblingszeile aus einem Liedtext?
Oder anders gefragt: Welche Liedtextzeile findest Du besonders gut, welche hat einen Eindruck hinterlassen?

Und wieso ist es gerade diese? Weckt sie besondere Gefühle oder Erinnerungen? Ist sie sprachlich außergewöhnlich oder besonders poetisch? Schreib halt einfach ein paar Worte dazu, wenn Du wilst.”

Ich muss zugeben, daß ich da doch für wenige Sekunden nachdenken musste und entschied mich aber ziemlich schnell dafür, das zweigeteilt zu machen. Zum einen eine deutschsprachige Liedzeile und zum anderen eine englischsprachige Liedzeile.  Rätoromanisch und Fidschi habe ich nun mal außen vor gelassen, da ich mich bei diesen Sprachen für kein Lied entscheiden konnte. Das Angebot in diesen Sprachen ist aufgrund der Bildhaftigkeit der Sprache so überzeugend, daß der Rest einfach verblassen würde.

Bei den deutschsprachigen Songs schwirrten Textzeilen der Aeronauten, von Max Müller und den Sternen vor meinem geistigen Auge herum. Ich habe mich aber letztendlich für eine Textzeile der Flowerpornoes (a.k.a. Tom Liwa) entschieden. Der Song heißt “Sprachland” und stammt aus der Zeit als der liebe Herr Liwa noch in unseren Sphären schwebte und nicht mit Reinhard Mey für Magazine des Springer Verlages Interviews gab.

“n’ Zwanni im Tank und dann runter nach Sprachland zu den verlorenen Songs”

Warum ich jetzt gerade diese Zeile so mag, weiß ich eigentlich nicht, aber für mich drückt sie einen plötzlichen Aufbruch aus, um seiner Sehnsucht zu folgen (Ist eigentlich schon wieder Zeit für Herbstdepressionen?).

Bei den englischsprachigen Liedern habe ich zugegeben etwas länger überlegen müssen. Es wäre ein einfaches gewesen cimddwc zu gefallen und Queen’s “Love of my life” zu wählen. Ãœberhaupt eines der wenigen Queen Lieder, das ich ertragen kann – falsch – wirklich sehr gerne höre. Letztendlich habe ich mich dann doch geweigert, ein englisches Lied zu wählen, da ich der Meinung bin, daß es zwar unglaulich tolle französische Lieder (“Nathalie”), großartige englische Lieder (“Perfect day”), herzzerrreissende italienische Lieder (“Luce)”, ungeheuer traurige griechische Lieder (“monaksia mou ola”), etc … gibt. Ich denke aber dennoch, daß es einem Franzosen viel leichter fällt, sich mit einem Lied in seiner Sprache zu identifizieren, ein Italiener wahrscheinlich auch viel eher ein italienisches Lied wählen würde und ein Engländer selbstverständlich einen englischen Track.

Aus diesem Grund nehme ich nur den Tom. Damit ist es selbstverständlich nicht getan. Virginia Jetzt hatten mit ihrem Song “Liebeslieder” vor einiger Zeit ein Problem. Gewisse Gruppierungen unterstellten ihnen Deutschtümmelei aufgrund der nachfolgenden Zeilen, die aber wahrscheinlich nur das untermauern was ich Ihnen im vorhergehenden Abschnitt erklären wollte.

“Und ich will Liebeslieder schreiben
Die so nah sind an Gefühl
Die so wahr sind und so weh tun,
dass sie keiner hören will
Ich will sagen können was gut ist
Was ich jeden Tag hier seh´
Das sind mein Land, meine Menschen
Das ist die Welt die ich versteh´”

Also wähle ich, außer Konkurrenz selbstverständlich, auch noch Virginia Jetzt, ganz einfach weil es ein tolles Lied ist. Das alles hat aber mal so gar nix mit Postpunk zu tun und es ist mir herzlich egal!

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Filed under: Postpunk vs. Discokugel

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