Danys  Albenkritik-Stöckchen ist nun also dank Julia bei mir gelandet und nun darf ich mich also mit dem Dingens rumschlagen! Dann sind wir mal gespannt was ich kritisieren darf: Julia hat mir vorgegeben, daß ich eine Kritik zum nachfolgenden Album schreiben sollte. Gerne! Ich kann für nichts garantieren!

Simon and Garfunkel haben sich wiedervereint! Super! … Oder so! … Naja, zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man den ersten Tönen des Albums von Slow Clubs Album “Yeah so” lauscht.

  • Der Song “When I go” hört sich zumindest sehr nach Herrn Simons früherer Handschrift an. Schöner zweistimmiger Gesang mit etwas Country-Einschlag unterstützt von einer Akustik Gitarre. Nicht mehr und hübsch anzusehen. Inhaltlich ein Liebeslied. Nice!
  • Hoppla was ist denn das? Rockig und schnell? War das denn am Anfang nur ein Ausrutscher? “Giving up on love” kommt mit treibenden Gitarren und fröhlichem Rock’n Roll Muster dahergeschwirrt! Naja, normal nicht so ganz meine Schiene, aber angesichts des fröhlichen Wechselgesangs und des Arrangements teilweise an Belle and Sebastian erinnernd und deshalb durchaus nicht störend. Kann man so auf eine Mix-Kassette draufpacken.
  • I was unconscious, it was a dream” und zurück zum alten Muster: Akustikgitarre zweistimmiger Gesang, der bis zum Aufwachen bekannt scheint. Dann kommt die E-Gitarre und der Sänger klingt wie John Lennon. Eher ein schwächerer Song, aber schön kurz. Tut nicht weh!
  • It doesn’t have to be beautiful, unless it’s… !” Bisher bester Song auf der CD. Schöne trockene Drums, die mir hier in Kombination mit der Akustikgitarre ganz gut gefallen. Arrangement und Melodie sind auch wirklich gelungen. Etwas countrylastiger was in diesem Stück nicht ganz so übel ist. Erinnert mich von den Instrumenten etwas an Pogues ohne Zahnlücke. Finde ich gut!
  • Wieder John Lennon? Stimmlich zumindest. “There is no good was to say I’m leaving you” kommt etwas weinerlich daher. Textlich scheint da auch nicht so viel weltbewegendes passieren. So ein Liebesgedöns eben. Mit Klavier und überraschenderweise wieder zweistimmig. Das Huhu am Ende nervt mich! Noi, noi!
  • Zur Abwechslung jetzt wieder die beiden Barden, die uns das Konzert im Centralpark beschert haben? Jedenfalls klingt der Anfang von “Trophy Room” geklaut. Im 2. Viertel dann eine Cash-mässige Lokomotive. Das gefällt dann schon weitaus besser. Auch Herr Simon und Frau Garfunkel sind verschwunden. Konnten wohl nicht mithalten, denn es wird endlich wieder etwas schneller und rauer. Speed up! Slow club! So ist das doch schon wieder bedeutend besser!
  • Because we’re dead und mehr Country. Etwas schneller und wieder dieser Zweistimmige Wechselgesang. Nicht schlecht, aber so langsam könnten sie sich mal etwas Neues einfallen lassen. dieses Mal keine “Uhu Hus” sondern “Oho Hos”. Haut mich jetzt nicht besonders um. Lasst die Löwen rein! Die Tempowechsel sind zwar nett, aber nicht sehr abwechslungsreich.
  • Dance til the morning light” und wieder eine Ballade, gesungen von Charles. Politik vergessen und bis in den Morgen tanzen im … öööhm … Walzer-Rythmus mit singender Geige. Schön und gut, aber etwas langweilig. Jetzt nicht nachlassen!
  • “Sorry about the doom” – Gott sei gepriesen. Kleines hübsches und langsames Liedchen gesungen von Rebecca und keinen nervigen Wechsel und auch kein Country mehr. Konnte ich nämlich nun gerade wirklich nicht mehr hören.
  • Atmosphärisch fängt das nächste Stück an. ich befürchtete schon wieder schlechte Countrymusik, aber es wird angenehm etwas relaxter. “Come on youth” ist definitiv eines der besseren Stücke auf dem Album.
  • Es walzert wieder! Dieses mal nur mit Gitarre. Mann fängt an – Frau singt weiter – Es walzert weiter – Nun singen die beiden zusammen. Das Schema ist ja nun mittlerweile bekannt. “Apples and pairs” -  Schön, aber etwas langweilig auf die Dauer. Sie singen: “We are a pair of Apples!” Prima! Und ich bin 2 Öltanks! Ich überlege gerade wie dieses Blasinstrument heißt und beschließe, daß mir das Lied doch nicht so ganz auf die Nerven geht. Aber schon ein bißchen.
  • “Our most brilliant friends” – Hurra! es rockt endlich wieder! Das letzte Stück und jetzt fangen sie an zu rocken. Das ist doch viel zu spät! Das sind die Belle and Sebastian Sounds, die ich die ganze Zeit hören wollte! Mann, Mann, Mann! Da dürfen sie dann auch zweistimmig singen. … Och nööö, jetzt kommt ein hidden track! Booah! Laaangweilig!

Fazit: Wie so oft, hätte hier vielleicht auch eine EP ausgereicht, denn voll und ganz kann die CD nicht überzeugen! Die Countrysongs sind sich zu ähnlich und die Rock-Pop Schiene wird nicht konsequent weitergeführt und das hätte dem Album sicherlich gut getan und sicherlich auch der Popularität. Wie würde ich das Album einordnen? Für Fans, die auf Azure Ray und die grauenhafte Amy McDonald stehen sicherlich zu empfehlen. Für mich nur in kleineren dosen zu genießen. Es klingt halt vieles einfach zu ähnlich oder ich war heute einfach zu schlecht gelaunt!

Da liegt es also nun das Stöckchen und ich muß es dann wohl weiterwerfen. Dann mal an einen Blogger, der auch Spotify nutzt und das wäre dann wohl der Cybermat. Er darf sich mit dem großartigen Album Dragonslayer von Sunset Rubdown beschäftigen wenn er denn Zeit dafür findet. Ansonsten darf das natürlich auch gerne jemand anderes übernehmen!

6 Antworten zu “Albenkritik-Stöckchen: “Slow Club – Yeah so?”, werter Leser, …”
  1. Na, siehste, war doch gar nicht so schlimm :) Und Sunset Rubdown ist natürlich auch eine starke Idee. Da bin ich mal gespannt!

  2. Ich bin trotz Deinem kritischen Fazit geneigt, mir die Platte gleich zu Gemüte zu führen. Wenn etwas Countryelemente und Ähnlichkeiten mit Simon & Garfunkel aufweist, hat es eine Chance verdient.

    Dragonslayer von Sunset Rubdown habe ich mir bei Erscheinen angehört und muss sagen: für mich sehr schwere Kost. Ich bin gespannt auf die Rezension.

  3. Eine Chance? Jetzt wegen Country, wegen dem Simon oder wegen des Garfunkels? … Ich dachte ja, daß man ihnen aufgrund des Rock’n Rolls eine Chance geben sollte. Aber der Rock und der Roll sind wohl nicht mehr so angesagt.

  4. Menno, eine Woche ist aber nun schön seit längerer Zeit rum. Und es geht nicht weiter… :-( (

  5. Fetch it! Matze will wohl nicht!

  6. OK, ich habe es nun genommen.

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