… und wieder die hoffentlich angenehme Aufgabe, die Lieder zu bewerten, die die Leser von BeetFreeqs Blog einfach mal dort vorgestellt haben, damit auch der Rest der Welt in den Genuss dieser einzigartigen Songs kommt.

Worum geht es? Je Runde werden 5 Lieder vorgestellt, die es zu bewerten gilt. Den genauen Ablauf glaube ich mittlerweile verstanden zu haben und somit kann ich frei von der Leber weg meine Meinung sagen, ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen. … Hosianna!

Die Lieder, die via YouTube vorgestellt werden, kann ich aufgrund des billigen YouTube Plugins, das ich installiert habe, nicht ordentlich verlinken. Bitte vergewissern Sie sich ob der Qualität der bewerteten Liedern anhand des oben geposteten Links.

Die nachfolgenden Bewertungen sind völlig subjektiv. Die Herrschaften, die die jeweiligen Songs herausgesucht haben, sind eigentlich voll cool. Sollte einer der nachfolgenden Songs eine negative Bewertung meinerseits erhalten, dann nur weil derjenige, der den Song ausgesucht hat, an dem speziellen Tag nicht ganz Herr seiner Sinne war. Ansonsten liebe ich alle und jeden! Wie immer halt!

1) Abandon – Providence (von symBadisch – kostenloser Download!)

Symbadisch ist ja permanent der Meinung, daß unser Musikgeschmack sehr weit auseinander geht. Ich würde ihm ja gerne zustimmen, aber in diesem Fall kann ich das leider nicht. Ist doch ein nettes Liedchen, das Abandon hier zusammengezimmert haben. Nicht sonderlich originell, aber besser gut abgekupfert als schlecht selber zusammengebastelt. Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann alles noch mit christlichem Hintergrund? 3 mal verleugnet und so?
Nettes Stück Schwanzrock, das nicht sonderlich originell arrangiert ist, keine ausgefallene Instrumentierung aufweisen kann und auch im Bereich der vom gemeinen Popelhörer akzeptierten Spieldauer ist. Aber es tut nicht weh und somit ist es zwar nicht unbedingt für einen Hörsturz geeignet, aber das soll es ja auch nicht, wie wir alle gelernt haben.

Wertung: 2,5 Kardinäle

2) DJ Food – The Ageing Young Rebel (feat. Ken Nordine) (von beetFreeQ)

Beetfreeq geht mit DJ Food an den Start. Er ist zwar der Veranstalter dieses Events, das soll ihn aber dennoch nicht vor meiner miesen Bewertung schützen, wenn der Song es denn verdient. Hören wir mal rein.

Die Stimme eines Jazz Poeten? Ich möchte auch mal Jazz Poet werden. Mit Ninja Tune konnte ich auch noch nie so viel anfangen. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht der Richtige, um diese unheilvolle Kombination zu bewerten. Die Clubs in denen das gespielt wird, meide ich mittlerweile. Tut mir wirklich Leid, aber ich kann mit Drum ‘n’ Bass was anfangen und auch mit Dub. Das hier geht mir auf den Sack!  Keine Melodie, kein Groove und dann ein Jazz-Poet. Wichtigtuer-Musik!

Wertung: 0,5 Trompeten für die Stelle wo es kurz mal nach St. Tropez in den 60ern klingt.

3) Letzte Instanz – Monument der Stille (von Konna) (Link bitte von  BeetFreeqs Seite holen, da YouTube)

Ich kenne die Combo nicht wirklich, habe aber gehört, daß die wohl in bestimmten Kreisen sehr populär sein soll. Vom Text her würde ich sagen, daß das bei mir unter dem Genre “Ostrock” abgelegt wird. Ich kann aber schon verstehn, daß sowas recht angesagt sein kann. Musikalisch sind die Herrschaften bestimmt recht ordentlich. Den Text schreibt man gewöhnlich in einer halben Stunde runter. Je nachdem wieviel man vorher getrunken und geraucht hat. Saubere Handarbeit für Werktätige, die mal ausbrechen wollen.

Wertung: 2 Karat LPs

4) Gotye – Hearts A Mess (von beam) (Link bitte von  BeetFreeqs Seite holen, da YouTube)

Da wir hier bei einem Projekt Hörsturz sind, beachte ich das Video nicht weiter. Auch wenn die Kommentare auf YouTube besonders die Kombination von Video und Musik loben. Hörsturz! Schöner relaxter Groove am Anfang, ich hoffe das geht so weiter. Die Gesangsstimme klingt etwas wie eine Mischung von  Alan Parson’s Project und Sigur Ros. Ich mag das dennoch. Auch wenn es nicht sonderlich abwechslungsreich ist. Es tut nicht weh! Und kann sicherlich je nach Situation für den Moment passend sein. Irgendwie scheint das nicht mein Runde zu sein. Dabei ist doch alles gut gemeint, oder? Dennoch:

Wertung: 3 Schokoladenherzen

5) We Are Wolves – Psychic Kids (von Kamil) (Link bitte von  BeetFreeqs Seite holen, da YouTube)

Auch hier ist das Video nicht interessant für mich. Es ist Hörsturz.
Das ist dann wohl das was die kleinen Indie-Kids von heute so hören? Ich kann damit nichts anfangen und greife lieber zum Original als zum 15. Mal so etwas Aufgewärmtes zu hören. Eine typische Band, die im Intro einmal eine Viertel Seite bekommt um dann in der Versenkung zu verschwinden. Es hat alles seinen Grund. Haben vielleicht mal bei einigen Post-Punk Bands ganz gut aufgepasst und das dann mit diesem unangenehmen Schuss Elektro vermischt. Wie We are wolves klingen heute mindestens 50 andere Combos auch und jede Woche wird eine weitere aus den Proberäumen ausgespuckt und schafft es mal kurz in die Presse.

Langweiliger Lärm!

Wertung: 1 New Musical Express

War jetzt nicht sonderlich inspirierend was ich so gehört habe. Vielleicht liegt es am Wetter. Vielleicht muß ich mir den ein oder anderen Song etwas öfters anhören, selbst wenn er mich anwidert. Oder vielleicht ist es bei mir doch einfach so wie der gute alte Schorsch Kamerun singt: “Menschen haben keine Ahnung!”

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Filed under: Postpunk vs. Discokugel

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