und wieder einmal das zweifelhafte Vergnügen für Sie als werten Leser mit mir zu den Anfängen von Postpunk.de zurückzukehren um zu erfahren was mich vor ca. 7 Jahren beschäftigt hat. Das untenstehende Editorial stammt aus dem Oktober 2003 und man merkt wie innerlich zerrissen ich war und was den Postpunk damals alles beschäftigt hat. … Ich muß sagen als ich noch geraucht habe, hatte ich wirklich krude Gedankengänge!

Editorial

Eine Sache liegt mir diesen Monat ganz besonders am Herzen, werter Leser!

Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, besteht ja bekanntermaßen ein grosser Konkurrenzkampf zwischen dem gedruckten Medium und den elektronischen Magazinen im Internet. Auch ich habe zu kämpfen! Werde ich es diesen Monat schaffen, mehr Besucher auf meine Seite zu lotsen, als die TAZ Abonnenten hat? Das ist Abstiegskampf pur und bisher habe ich auch nicht zu Spenden oder ähnlichem aufgerufen.
Aber jetzt ist das Maß voll! Die Taz hat in der Tat das meistgehasste Wortspiel in einem Ihrer Artikel verwendet. Zugegeben, die Sportredaktion der TAZ (gibt es so etwas überhaupt?), genießt mit Sicherheit nicht solch einen hervorragenden Ruf wie die des Emdener Anzeigers, aber mit dem Wortspiel “Rheuma-Kai zum Mega-Makaay” hat sie sich wirklich endgültig disqualifiziert. Es gibt Wortspiele, die hintersinnig, geglückt oder einfach langweilig sind. Die Verballhornung des Namens “Roy Makaay” zu “Rheuma-Kai” ist tabu! Sogar an unserem samstäglichen Fussball-Stammtisch. Wenn auch nur einer an so ein Wortspiel denken würde, würde er in eine Pendolino Tür geklemmt werden und dürfte den kompletten Weg von Entenhausen nach Speyer neben dem Zug herfahren. Das wollte ich einfach nur einmal erwähnt haben!
Wenn ich so etwas noch einmal lesen muss, dann ist Schluss, sozusagen “Ratz-Fatz – TAZ! oder “Ab der Latz – Ist Schluss mit TAZ” oder “Ich kauf mir eine Erdgasleitung und les nicht mehr die Tageszeitung!” So etwas in der Richtung halt. Oder auch z.B. “Wenn Rehagel bei der Zeitung wör, dann wär er wohl TAZ-Redakteur!”
Vielleicht ist es aber auch einfach nur an der Zeit, daß die TAZ das macht, was jedes halbwegs bekannte Unternehmen macht. – OUTSOURCEN – Sich endlich wieder auf die Kernkompetenzen konzentrieren. Ach was für ein schöner Satz. Was würde ich dafür geben, wenn sich die Menschen endlich wieder auf Ihre Kernkompetenzen konzentieren würden.
Und wo wir doch gerade mal bei Kernkompetenzen angelangt sind… Was fällt mir dazu nicht alles ein! Liveübertragungen des Fussballteams von Michael Schuhmacher auf DSF. Sind wir mal ehrlich, was soll das eigentlich? Können die Herrschaften nicht das tun, wofür sie bezahlt werden? In Reifenstapel reinfahren, Sekt saufen und Samstags bei Mc Donalds ihre blöden Autos aufheulen lassen? Ich meine, Lena Valaitis und Vico Torriani fangen ja auch nicht plötzlich mit dem Synchronschwimmen an (Was zumindest Lena Valaitis etwas befremdlich vorkommen sollte, da der Herr Torriani ja bekanntermaßen nicht mehr unter uns weilt).
Ein weiteres Beispiel werter Postpunk-Leser und Motorsportfreund:
Hostessen! Frauen also, die Hostizien an hospitalistisch veranlagte Messebesucher verteilen, während diese auf Ihre Hortensien aufpassen müssen. Was machen diese Hostessen heutzutage? Lungern auf Messen herum, verteilen Reifen-Prospekte und hoffen, daß sie für die Olympischen Spiele gecastet werden, damit der schwedische König ihnen einen Antrag macht!: So sieht’s doch aus, Silvia!

Der freundliche Editor and his Kernkompetenzen

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