… ich denke, Sie wissen wovon ich spreche?

Momentan wird den interessierten Musikfreunden auf der Seite von “The Space” ein kleiner Einblick in die famose Schallplatten Sammlung der britischen Radiomoderatoren Legende John Peel gewährt.

Jede Woche werden 100 Alben der Sammlung vorgestellt, die Peel unter einem bestimmten Anfangsbuchstaben in seine Sammlung aufgenommen hatte und wöchentlich kommt ein weiterer Buchstabe hinzu. Kenner wissen also ganz genau, wieviele Wochen wir noch uns daran erfreuen dürfen!
Auf jeden Fall beruhigt es mich erst einmal zu sehen, daß auch die absoluten Gurus unter den Schallplatten-Sammlern manchmal Spiesser sind, bzw. waren und ihre Alben alphabetisch ordneten und nicht autobiographisch.  :-)

Sie erinnern sich?

 

Mittlerweile kann man sich also durch die diversen Obskuritäten durchwühlen, die John Peel unter dem Buchstaben “C” eingeordnet hat. Sehr oft ist unter den Detailinfos auch noch die Trackliste und manchmal auch das Cover mit Vorder- und Rückseite zu finden. Wenn es nicht ganz so abgefahren ist, dann existiert sogar noch ein Link zu Spotify wo man sich das Album dann in aller Ruhe anhören kann. Wirklich eine sehr schöne und ggf. auch sehr zeitaufwendige Geschichte.

Der Buchstabe “C” steht in dieser Woche jedenfalls unter dem Motto “C is for Cabaret Voltaire”, der Band, von der John Peel lt. “The Space” 12 Alben in seiner Sammlung hatte und die wir ja durchaus dem auf diesen Seiten seltsamerweise recht häufig behandelten Genre “Postpunk” zuordnen können.

Beispiel gefällig?

Was mich aber mal wieder überraschte war, daß Herr Peel zwei Alben der deutschen NDW (???) Band C.U.B.S. in seiner Sammlung hatte, auf die ich Sie gerne hinweisen möchte, da diese dem ein oder anderen Leser eventuell noch nicht bekannt sind. Ich habe für Sie etwas im NDW-Wiki gekramt und konnte für Sie die nachfolgenden Infos zusammensammeln (Nebenbei mal wieder ein Zeichen, daß man unter NDW wirklich alles zusammengefasst hatte, das nicht bei 5 auf den Bäumen war).

C.U.B.S. (für “Cooperation Uli Benno Stefan” oder “Club Unorthodoxer BeinflussungsSystheme”, …) kam ursprünglich aus Koblenz. Gründungsmitglieder der Band waren Uli Krämer, Benno Suderland und Stefan Loechner. 1984 stiessen noch Kristiana Levy und Rudi Mental (autsch!) hinzu. Nachdem Alfred Hilsberg die Band aufgrund ihrer musikalischen Vergangenheit eher negativ bewertet hatte, verkaufte sich die EP “Bone Shake Ska” recht ordentlich und bekam eben auch Airplay in den Sendungen von John Peel. Persönlich finde ich dieses Werk bei weitem nicht so gelungen wie das erste vollständige Album “Maroi Bwana Oi” aus dem Jahr 1983. Aus eben diesem Album hat es zumindest der Song “We don’t need no carpet beggars!” auf YouTube geschafft, den ich dann auch mal für Sie unten verlinkt habe, so daß Sie sich zumindest einen kleinen Eindruck von C.U.B.S. verschaffen können.

Zum 1984 erschienen Song “Another Black Friday” meinte Peel übrigens:

It’s called ‘Another Black Friday’ and the press of it has been good as far as I can tell: ‘the best production at the present time’,’a rise to new musical directions’, ‘a brilliant fusion of body and brain’ … I don’t know, that sounds like a motorcycle accident.

Klingt doch wirklich vielversprechend! Beim NDW-Wiki können Sie sich bei Interesse die komplette Band-Historie zu Gemüte führen. Auch wird dort erwähnt, daß die Alben von C.U.B.S. 2012 auf Fuego digital veröffentlicht werden sollen. Ich lasse diese Aussage jetzt einfach mal so stehen und verweise nebenbei auch noch einmal auf die C.U.B.S. MySpace Seite.

 

Und wem das jetzt immer noch nicht genug war, dem hätte ich noch das auf obskure Wege auf YouTube veröffentlichte 4.Advent 80 Demotape anzubieten, das als zweiten Track auch das oben angesprochene Stück “Bone Shake Ska” in einer Demoversion enthält, die ich persönlich interessanter als die letztendlich veröffentlichte Version finde. … Aber was weiß ich denn schon!

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Filed under: Postpunk vs. Discokugel

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