Schade DFB

Prinzipiell ist es mir ja dann doch sch…egal, ob der Torwart bei der im nächsten Jahr anstehenden Fussball-WM Oliver Kahn, Jens Lehmann, Leonardo di Caprio oder Maurizio von Bro’sis heisst. Eines ist nun aber doch schon einmal sicher. Mit dieser Thekentruppe, werden die Deutschen sich höchstens in das Achtelfinale schaukeln.
Da wirkt es doch geradezu widerlich, wie all die selbsternannten Experten eine doch mehr als fragwürdige Leistung beim Confederations Cup bejubeln und die deutsche Mannschaft dann wieder einmal zum Titelkandidaten hochschreiben. Diese von oben verordnete, aber in keinster Weise gerechtfertigte Rolle des Titelaspiranten wird aber nun wirklich bis zum letzten Dorfblättchen propagiert.
Als Fan einer Bundesligamannschaft mit nahezu ebenso hohen, aber keineswegs berechtigten Ansprüchen, sind mir auch die Leiden der wahrlich “herausragenden” deutschen Innenverteidigung bekannt. Da wird man nun in die Mannschaft hineingeschrieben, obwohl man jetzt doch mehrmals bewiesen hat, daß man aber doch überhaupt kein Talent hat. Bei meiner Borussia nannte man die Innenverteidigung “Rumpel und Pumpel”. Diese Namen dürfen sich auch die beiden sichtlich unbegabten deutschen Innenverteidiger geben.
Das die im Stadion anwesenden Fans jeden glücklicherweise angekommenen Kurzpass des Anti-Fußballers Huth mit frenetischen “Huth, Huth – Rufen” gefeiert haben, beweist einmal mehr, wie weit es der DFB mitsamt Spass-Trainer Klinsmann und Papst Franz schon geschafft hat. Niemand scheint mehr in der Lage zu sein, berechtigte Kritik an dem teilweise doch recht ungelenken Spiel der Nationalelf zu üben. Bestes Beispiel dafür eine kleine Szene aus dem Spiel gegen Brasilien. Kevin Kuranyi, bestenfalls ein besserer Vorbereiter, bekommt einen weiten Ball zugespielt, den er bei besseren technischen Fähigkeiten nur hätte stoppen müssen um ihn dann mit Schmackes in das gegnerische Tor zu semmeln. Stattdessen sprang ihm der Ball meterweit vom Fuß. Zitat des absolut überforderten Kommentators: “Da hatte der Torwart aber Glück, daß Kuranyi der Ball so weit weg vom Fuß gesprungen ist!” Nein, mitnichten, der Torwart hatte kein Glück. Es war lediglich eine absolute Unfähigkeit unseres sog. Goalgetters. Kritik scheint absolut unerwünscht zu sein und wird wahrscheinlich mit Mißachtung durch unsere schokoladenmilchtrinkenden Trainer (“Hey! Schaut Euch mal die an!”) bestraft Daß das böse Erwachen erst 2006 kommt, interessiert bis dahin niemand mehr und will auch keiner wirklich wissen. Es könnte ja die Sponsoren abschrecken! Wenn dann das erste Spiel so richtig in die Hose geht, dann können wir ja allesamt kritisch auf das beim Condederations-Cup erlebte zurückblicken und uns von den restlichen teilnehmenden Ländern herzlich auslachen lassen! Und uns dann einmal ganz herzlich bei all den Sponsoren bedanken, die uns das sogenannte Fußballfest so ordentlich vermasselt haben.

Schade KA!

Es ist ja nicht unwesentlich für das eigentliche Lebensgefühl, werter Leser, wo man wohnt. Der eine bevorzugt die ländliche Idylle, der andere die pulsierende Großstadt (in diesem Zusammenhang muss man wohl „pulsierend“ sagen) und der Nächste wiederum eine Mischung der beiden Erstgenannten. So soll denn auch jeder auf seine Weise glücklich werden und die Umstände preisen, die ihn an diesen gelobten Flecken Erde verschlagen haben. Und je nachdem wo man wohnt, schaut der Städter auf den Bewohner einer ländlichen Enklave herab, der Mensch vom Lande belächelt die hektische Betriebsamkeit der Städter und der Mischling fühlt sich unter Umständen auch als ein Haus mit 6 Parteien bewohnender Ãœbermensch. Letztendlich ist das ja auch alles egal, gäbe es da nicht … Karlsruhe!

Was zuckte für ein fürchterlicher Schmerz durch meinen Körper als ich erfuhr, dass Karlsruhe gescheitert war. Gescheitert beim Versuch aus seinem zweitklassigen Dasein zu entkommen und Europäische Kulturhauptstadt zu werden. Kein Wunder, dass sie es nicht geschafft haben, bei so erstklassigen Konkurrenten wie Essen oder Görlitz. Schauen wir doch einfach einmal auf die europäischen Kulturhauptstädte der letzten Jahre: Genua, Lyon, Graz … Was soll da denn eigentlich Karlsruhe?
Falls Sie schon einmal in Karlsruhe waren, geschätzter Leser, dann ist Ihnen mit Sicherheit als allererstes die malerische Fußgängerzone aufgefallen. Mit absoluter Sicherheit ein Kleinod, das noch nicht einmal von den 7 Todsünden des Städtebaus: Elmshorn, Pforzheim, Heilbronn, Wilhelmshaven, Solingen, Bielefeld und Wladiwostok übertroffen werden kann. Die schnöde Anwesenheit eines „Zentrums für Kunst und Medientechnologie“ kann nicht über eine gewisse Ausprägung von Provinzialität hinwegtäuschen. Schließlich hat Wladiwostok ja auch den U-Boot-Hafen und Bielefeld Dr. Oetker.

Karlsruhe hat auch etwas: Geregelte Öffnungszeiten! Während selbst im kleinsten Pfälzer Kuhdorf die Geschäfte bis 20.00 Uhr geöffnet haben, verhält sich der „native Karlsruher Ladenbesitzer“ so, wie in den 50er Jahren. „Es war schon immer so, dass dieses Geschäft um 18.00 Uhr geschlossen hat und so wird es auch immer bleiben.“

Karlsruhe ist eben einfach uninteressant und deshalb ist es erschreckend mit welch einer Aufdringlichkeit für diese Langeweile geworben wird. Wie soll denn so etwas Kulturhauptstadt werden? Karlsruhe darf von mir aus Pärchen-Hauptstadt werden, aber niemals Kulturhauptstadt. Pärchen gehen aus und hoffen auf andere Pärchen zu treffen, damit man etwas zu erzählen hat! Ansonsten hält man die Schnauze. Kultur wird dies niemals sein.
Es ist letztendlich eine Stadt, die sich bedienen lässt und niemals in der Lage ist, etwas anders als Stadtfeste oder eine Landesgartenschau auf die Beine zu stellen. Und deshalb darf Karlsruhe niemals mehr sich um den Rang einer Kulturhauptstadt bewerben.

Leben nach Postpunk = Brachland

Hallo, werter Leser!
Es gibt ja auch noch ein Leben nach Postpunk! Nachdem ich jetzt zeitlich so sehr eingespannt bin, daß eine regelmäßige Aktualisierung der Postpunk-Seiten nicht mehr möglich ist, kam mir die Idee, Sie auf diese Seiten zu führen und dort mit Ihnen zu kommunizieren.
Das – mehr oder minder- Schöne daran ist, daß ich mir noch keinerlei Gedanken über den Aufbau machen muss und mir alles sozusagen in den Mund gelegt wird. Ausserdem habe ich nun die Möglichkeit, diese Seite auch von meinem Arbeitsplatz aus mit sinnlosem Inhalt zu füllen. Und zu guter Letzt, können Sie ja jetzt auch Ihren Senf in Form von Kommentaren abgeben. Ob das Ganze sich als wirklich gelungen herausstellt, werde ich also demnächst sehen. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spass beim Bloggen!

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