… und wieder die hoffentlich angenehme Aufgabe, die Lieder zu bewerten, die die Leser von BeetFreeqs Blog einfach mal dort vorgestellt haben, damit auch der Rest der Welt in den Genuss dieser einzigartigen Songs kommt.

Worum geht es? Je Runde werden 5 Lieder vorgestellt, die es zu bewerten gilt. Den genauen Ablauf glaube ich mittlerweile verstanden zu haben und somit kann ich frei von der Leber weg meine Meinung sagen, ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen. … Hosianna!

Die nachfolgenden Bewertungen sind völlig subjektiv. Die Herrschaften, die die jeweiligen Songs herausgesucht haben, sind eigentlich voll cool. Sollte einer der nachfolgenden Songs eine negative Bewertung meinerseits erhalten, dann nur, weil derjenige, der den Song ausgesucht hat, an dem speziellen Tag nicht ganz Herr seiner Sinne war. Ansonsten liebe ich alle und jeden! Wie immer halt!

  • Red – Already Over (von Konna)
    Ist eben nun mal nicht meine Musik. Ich finde es aber für diese Musikrichtung halbwegs erträglich. Auch wenn alle, inclusive des Sängers, fürchterlich verzweifelt sind. Sollten sich aber einen anderen Makeup Artist zulegen.

    Wertung: 2/5 Lila-Laune-Lidschatten

  • Daniel Wirtz – Wo ich steh (von Tapedeck)
    Ich fand den “Weatherman” schon damals ganz schlimm.
    “Noch ein Wort und ich dreh durch, was bist Du denn für ein Lurch?”
    Der junge Dortmunder, der das Stück vorgeschlagen hat, ist bestimmt ein netter Mensch, aber … dieses Lied ist das schlimmste Stück, das ich bisher beim Hörsturz rezensieren durfte. Warum gibt man solch einem Menschen einen Plattenvertrag, bzw, wer schreibt ihm die Texte?

    Wertung: 5 Kotzbeutel -> Dies entspricht 0 Punkten

  • Reinhard Mey – Ein Stück Musik von Hand gemacht (live) (von Stefan)
    Wenn ich denn mal Zeit habe, dann lese ich mir durchaus die Bewertungen der anderen Teilnehmer durch. Sehr oft bereue ich das. Jedoch will ich da jetzt nicht weiter darauf eingehen, denn was hat das alles mit Reinhard Mey zu tun?
    Bisher hat Onkel Reinhard erschreckend wenig Punkte erhalten. Woran mag das liegen. Ist es nicht mehr aktuell was er da von sich gibt? Ist die Melodie zu banal? Ist das Thema zu billig oder schreckt es einfach ab wenn da ein älterer Mann auf der Bühne steht und seine Meinung kundtut über die wachsende Technolisierung in der Musik und auch in der Gesellschaft?
    Was eben viele der heutigen Generation der 20-25 jährigen nicht verstehen, ist daß es eben nicht für alle Bürger selbstverständlich ist, morgens den Computer anzuwerfer und das favorisierte Social Network aufzurufen. Das Social Network vieler Menschen in Deutschland ist eben nicht Facebook oder Studi-VZ, sondern der Bäcker, Bus oder Arbeitsplatz. Für viele der hier bloggenden Teilnehmer wahrscheinlich unverständlich. Genauso verhält es sich mit der Musik. Es gibt genügend Menschen, die  mit Peaches’ “Fuck the pain away” am frühen Morgen und generell nichts anfangen können, die mit Lady Gaga und The Rapture überfordert sind und das auch nicht hören möchten. Diese Menschen sehnen sich eben wieder nach einem Stück ehrlicher Musik. Ich muß das nicht unbedingt gut finden. Wenn ich ehrlich bin, verziehe ich auch oftmals schmerzverzerrt die Ohren, aber ich kann es akzeptieren, da der gesellschaftliche Hintergrund dieser Personengruppen eben ein ganz anderer ist. Diesen Menschen spricht Reinhard Mey wahrscheinlich aus der Seele. Und das macht er gut. Er beherrscht die deutsche Sprache, verliert sich nicht in irgendwelchen halbgaren Äusserungen, ist meiner Ansicht nach ein recht guter Beobachter und versteht es, diese Beobachtungen auch in ansprechender Form in seinen Texten umzusetzen. Daß er nebenbei natürlich auch nicht unbedingt ein Liedermacher ist, sondern eher versucht auf den Spuren der französischen Chansonsänger zu wandeln, sei hier nur ganz nebenbei erwähnt.

    Wertung: Ich gebe exemplarisch für diesen Song und sein Lebenswerk 4,5/5 Leberpasteten. Wenn die Menschen mehr Reinhard Mey hören würden, dann blieben uns zumindest solche absoluten Flachpfeifen wie Daniel Wirtz, Ich & ich oder Culcha Candela erspart. Gute Auswahl und dennoch: Das nächste Mal darf Stefan dann zum Ausgleich das neue Mutter Album etwas ausführlicher anhören.

  • Bromheads Jacket – Fight Music for the Fight (von Kamil)
    Nach den ersten Tönen brüllte ich schon “Killing in the name of!”. Netter Dialekt des Sängers. Würde ich mir jetzt auch nicht unbedingt daheim anhören. Klingt mir persönlich zu sehr nach den fürchterlichen 90ern, aber ist schön kurz gehalten.

    Wertung: 2/5 Zack de la Rocha Jutetaschen

  • Utada Hikaru – Sanctuary (von Melli)
    Der Anfang gefällt mir eigentlich ganz gut, aber irgendwie denke ich, daß der Aufbau des Songs nicht ganz gelungen ist oder ich habe eben eine andere Erwartungshaltung. Ich warte auf den Kick, der das Lied explodieren lässt, aber der kommt nicht. Irgendwie fehlt eine Art Auflösung des Ganzen und lässt den Zuhörer unbefriedigt zurück. Schade, da hätte man mehr daraus machen können.

    Wertung: 2,5/5 von diesen Schollendingern, die im Sushi Restaurant immer von dem Typen, der vor mir am Laufband sitzt, weggenommen werden.