Neues Muxtape, werter Leser!
Geschrieben von: postpunk in Postpunk vs. Discokugel, tags: Muxtape, ReiseVöllig zurecht wurde diesbezüglich beanstandet, daß ich ja schon ziemlich im Verzug sei!
Und dennoch, da ich ja keine Vorschläge zur Thematik bekommen habe, habe ich die Thematik einfach für mich selbst bestimmt und in meinem Sinne ein großartiges Tape für mich zusammengestellt.
Das Thema, bei dem Sie sich natürlich bei Interesse noch gerne mit einem eigenen Tape einklinken können, lautet heute “12 Cities”.
Der Hintergrund ist folgender: Beim Hören bestimmter Lieder assoziiere ich eigentlich oftmals bestimmte Städte mit den Songs. Geht Ihnen bestimmt auch so? Sei es aus persönlichen Gründen oder vielleicht weil sich ein Lied einfach wie eine Stadt anhört. Klingt etwas verschroben, ich weiß! Aber für mich gibt es in der Tat einige Lieder, die ich immer mit einem Sonntagmorgen in New York oder Los Angeles assoziiere obwohl ich dort noch niemals war. Gewisse Lieder der Kinks, z.B., verbinde ich immer mit London. Ist halt einfach so! Im nachfolgenden Text versuche ich das Ihnen zu erklären. Sie dürfen mir gerne widersprechen und eigene Ideen mit einbringen. Ich überlege mir noch ob ich eine ökonomische Flugroute einhalten soll? Quatsch, eher nicht! Die Kassette soll von der Stimmung her passen und nicht von der Flugroute! Bitte schnallen Sie sich an! Kapitän Postpunk fliegt Sie durch die Welt! Und Wolli ist die Saftschubbse!
Hier finden Sie den Link zum Muxtape: 12 Cities
Unsere Reise fängt in Paris an! Definitiv eine der tollsten Städte der Welt, mit der gerechten Mischung aus Melancholie und Sex. An Paris muss ich immer denken wenn ich das Lied Life in Mono von der Gruppe Mono höre. Alternativ wäre natürlich auch ein Chanson geeignet gewesen, aber das wäre dann doch zu naheliegend. Bei Mono jedenfalls werde ich immer etwas wehmütig! Dann hoffen wir mal, daß das kein Dauerzustand wird!
Hopps! Ab über den Kanal! Nach London zu den Kinks. Dedicated follower of fashion war doch sowieso mal in irgendeinem London Film (Im Namen des Vaters?) ein Teil des Soundtracks oder täusche ich mich da? Jedenfalls ist das ein Titel, den ich mit London verbinde. Schnell anhören, bevor es mit dem Bus weiter nördlich nach Schottland geht.
Mein Verhältnis zu den Dire Straits ist zugebenermaßen sehr gespalten. Dennoch hat Mark Knopfler ein Lied für den Film Coming home geschrieben, das mich immer an Inverness erinnern wird, bzw. an die Reise von Inverness durch die Highlands und an die weltbeste Fish & Chips Bude, die es dort wahrscheinlich immer noch gibt. Ich glaube, sie befand sich in Ullapool! Und ich bin immer dort eingekehrt, wenn ich die Highlands Runde gedreht habe! Und Mark Knopfler und Theme from Coming home passt dazu wie die Faust aufs Auge! Also nicht zu der Bude sondern zu dem Kaff!
Es regnet mal wieder! Bloß weg und ab in den Flieger!
USA! New York! Damit verbinde ich, glaube ich, 1000 Lieder! Aber wie jetzt das Beste rausfinden? Kein Art Garfunkel, kein Sinatra, sondern Joe Jackson und Steppin’ out. Nicht das Beste, aber definitiv eines, das ich vom Sound immer irgendwie mit New York verbinde. Und sei es einfach nur wegen der Hektik, die diese Sequenzer im Hintergrund verbreiten.
Südamerika hätte ich fast ausgelassen. Aber irgendwie sollte man doch zumindest mal kurz vorbei schauen. Ich habe mich für Argentinien und Buenos Aires entschieden und dabei fest an Electrotango, Gotan Project und ihr Lied Diferente gedacht. Und dabei kommen Gotan Project doch aus Paris. Aber das Lied ist sehr schön und bei Gefallen wird der Song auch hier zum kostenlosen Download angeboten. Und das Video ist auch ganz cool! Und zumindest ist es ja ein Tango!
Weiter nach Australien um Men at work zu lauschen! Overkill ist ein Lied, das ich immer mit Australien verbinde. Eigentlich eher die Band, aber das ist dann wohl auch ganz passend. Und mit Australien verbinde ich Sidney. Und deshalb ist Sidney = Overkill!
Und da der Inselmann mich auch kürzlich auf Colin Hayes’ grandiosen Auftritt in Scrubs aufmerksam gemacht, denke ich, daß sich das Lied somit auch seinen Platz im Koffer verdient hat.
Ab nach Asien! Chungking Express von Wong Kar-Wai ist und bleibt wohl für alle Zeit mein absoluter Lieblingsfilm. Der Film selber spielt in Hongkong und da ist es ja ganz klar, daß in diesem Fall das Lied California Dreaming von den Mamas & Papas mein Asienlied ist. Verstehen Sie nicht? Dann schauen Sie sich doch einfach mal diesen wunderbaren Film an!
Huch. Zwischenlandung in Afrika? Passt mir ja nicht so richtig! Kenne mich da ja nicht soo gut aus, obwohl ich gerade versuche, mich mit einem nigerianischen Funksampler aus den 70ern anzufreunden, aber irgendwie springt der Funke da nicht soo richtig rüber. Liegt bestimmt an mir! Gut dann steigen wir halt hier nur um! Obwohl … Howard Carpendale? … Ach, lassen wir das lieber! Halt! Schon etwas antiquiriert, aber dennoch etwas daß ich mit Südafrika und Johannesburg verbinde, sind Special A.K.A. und ihr Lied Free Nelson Mandela.
Jetzt aber schnell wieder übergesetzt! Haben wir hier einen Übergesetzer?
Griechenland! Athen! Da fällt mir die Auswahl wirklich schwer! Ich bin nach reiflicher Überlegung dann doch von den ganzen griechischen Popdiven weggekommen. Auch die Elektrokünstler habe ich links liegen lassen obwohl ich den an elektronischer Musik interessierten Lesern durchaus die CD des Herrn Delta und der Frau Tsanaklidou empfehlen kann. Dennoch gibt es hier und heute handgemachte Musik von Pyx Lax mit dem Lied Monaxia mou ola. Schwer und wehmütig und deshalb ganz passend!
Langsam geht es dann wohl gen Heimat. Italien! Elisa und ihr Lied Luce. Das LIed finde ich in der Tat absolut super und das lasse ich mir auch nicht ausreden. Ist doch voll Mailand! War ich zwar noch nie, aber Mailandfahrer bestätigen mir dieses sicherlich! Und nebenbei war es das San Remo Gewinner Lied aus dem Jahre 2001 und das ist ja wohl ein Zeichen für Qualität.
Zum Schluss dann endlich (?) wieder in heimische Gefilde. Und in die Stadt, die so heisst wie das nächste Lied auf dem Muxtape. Berlin In meiner Version von Fischer Z. Die Mauer stand damals noch und das hört man raus. Das Lied trifft genau den Eindruck, den ich damals als Teenie von Berlin durch Berichte in den verschiedensten Magazinen gewonnen hatte. Mittlerweile, … aber naja, das kommt später …! Der Anfang vom Ende!
Denn, wenn das der Anfang vom Ende war, dann kommt jetzt das Ende! Heilbronn! Neben Würzburg ist Heilbronn eine der fürchterlichsten Städte Deutschlands. Mehr Klein- als Großstadt und dennoch dieses großkotzige Gehabe, daß auch gewisse Stuttgarter Kreise so auszeichnet. Nur … Heilbronn, hat absolut keinen Grund dazu auf Kultur und Großkotzigkeit zu machen. Eine ähnliche “Siedlung” hat Bernd Begemann einmal beschrieben in Deutsche Hymne ohne Refrain. Mir scheint, Heilbronn ist überall. Aber vor allem in Berlin! Und das macht ja mittlerweile auch Berlin so schlimm!
Schnell weg!
Durch die Welt und durch die Jahrzehnte und jetzt wieder daheim? Guten Tag, haben Sie etwas zu verzollen? Falls ja, dann melden Sie sich doch einfach mal bei Muxtape an und laden einmal Ihre “12 Cities” hoch und stellen uns in den Kommentaren Ihren Link zur Verfügung und schreiben etwas Nettes! Oder schreiben einfach so etwas Nettes ohne das Tape hochzuladen, falls Sie für Muxtapes keine Zeit haben!
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