Burmesische Revolverhelden, werter Leser, …

… und damit meine ich nicht die besagte Band, die in bestimmten Kreisen ja durchaus populär ist. … Sie sehen, ich befinde mich up to date mit den Songs der Teen-Generation.

Die Band, die ich heute meine ist selbstverständlich Mission of Burma mit ihrem Song “That’s when I reach for my revolver”. Ãœber die Band habe ich schon an derer Stelle hier geschrieben (Suchfunktion verwenden!), der Song ist allerdings schon von so vielen anderen Künstlern gecovert worden, daß ich Ihnen einfach mal einige Coverversionen vorstellen möchte.

Inhaltlich geht es in dem Song um ein Zitat, das fälschlicherweise Hermann Göring zugeordnet wird: “Wenn ich Kultur höre … entsichere ich meinen Browning!”. Tatsächlich entstammt das Zitat aber dem Stück “Schlageter” von Hermann Johst, der dieses Stück seinerzeit 1932 Adolf Hitler widmete. Das Stück wurde in über 1000 Städten von verschiedenen Ensembles aufgeführt. Johst wurde 1944 in die Gottbegnadetenliste aufgenommen, seltsamerweise aber irgendwann in den 50ern als vom Nationalsozialismus unbelastet rehabilitiert.

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Postpunk am Samstag #12, werter Leser, …

… verweist heute auf einen meiner absoluten Lieblinssongs aus diesem Genre. Er stammt von der amerikanischen Postpunk Band Mission of Burma und hört auf den sinnigen Titel “That’s when I reach for my revolver”. Mission of Burma stammen ursprünglich aus Boston und der unterhalb verlinkte Song war ihr größter Erfolg. Ãœber das Genre hinaus bewanderte Leser dürften eventuell mit der Version des Songs von Moby vertraut sein, der von ihm auch als erste nichtelektronische Single 1996 veröffentlicht wurde.

Obwohl sie bis zu ihrer Auflösung nur ein ordentliches Album veröffentlicht haben (Liveaufnahmen und Raritäten-Sampler zähle ich nicht dazu), gelten Mission of Burma immer noch als Vorbild für viele amerikanische Indie-Bands. Der unten verlinkte Song erschien ursprünglich zuerst auf der EP “Signals, calls and marches”.

Wie bei so vielen anderen in dieser Rubrik angesprochenen Bands kam es 2002 zu einer Reunion. Seitdem wurden meines Wissens 2 weitere Alben veröffentlicht, mit denen ich mich aber bisher leider noch nicht beschäftigen konnte. Die Alben haben aber durchaus gute Kritiken erhalten, was ja bei solchen Wiedervereinigungen durchaus nicht immer der Fall ist.

Für den interessierten Leser, der sich etwas eingehender mit amerikanischem Postpunk beschäftigen möchte, sind Mission of Burma aber ein durchaus gelungener Einstieg. Vor allem weil der Kunstaspekt eher etwas zugunsten des Punkrocks in den Hintergrund tritt.